Babypedia Ihr Ratgeber bei Babyfragen
zurück
Babyernährung

Baby & Ernährung

Innerhalb des ersten Lebensjahres Ihres Kindes unterliegt der Ernährungsbedarf einem raschen Wandel und trägt damit zu einer gesunden Entwicklung bei. Neben der wertvollen Muttermilch können Sie Ihr Kind ab dem fünften Lebensmonat mit geeigneter Beikost füttern.

Die Stillphase

Die Notwendigkeit der richtigen Ernährung hat ihren Grund in der raschen Entwicklung innerhalb der ersten Lebensphase. In den ersten Monaten wird das Kind mit Muttermilch gestillt. Ist der Stillvorgang auf natürlichem Wege nicht möglich oder gewünscht, muss die Versorgung mit dem Schoppen und der richtigen Säuglingsnahrung sichergestellt werden. Zu welchem Zeitpunkt die Stillphase beendet wird, hängt von der individuellen Entwicklung Ihres Kindes ab. Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation und der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) ist während der ersten sechs Monate ausschliesslich Stillen erforderlich.

 

Ab dem fünften Monat

Mit dem fünften oder sechsten Lebensmonat können Sie damit beginnen, Ihr Kind mit passender Beikost zu füttern. Dazu gehört Obst und Gemüse, das gedünstet oder gedämpft wird. Sie müssen dieses fein pürieren, sodass Ihr Kind es hinunterschlucken kann. Das Kauen von Nahrung wird erst im Laufe der Zeit erlernt.

Die nächste Veränderung auf dem Speiseplan beginnt mit dem siebten Monat. Die Ernährung wird nun ausgewogener. Konkret heisst dies, dass nun auch Lebensmittel wie Fleisch und Nudeln gegessen werden. Um das Kind Schritt für Schritt daran zu gewöhnen, sollten Sie diese zunächst anteilig unter den Brei mischen. Damit wird auch sichergestellt, dass er die richtige Konsistenz zum Schlucken hat. Ob Sie diese Babybreie selbst zubereiten oder fertig kaufen, liegt ganz bei Ihnen. Enthält der Brei aus dem Gläschen kein Fett, sollten Sie ihm einen Teelöffel Rapsöl zufügen, denn auch gesunde Fette sind in dieser geringen Dosis wichtig. Neben der Muttermilch kann das Kind nun auch mit Folgemilch versorgt werden.

 

Der Anteil der einzelnen Nahrungsmittelgruppen

Gemüse können Sie bereits zu Beginn der Mischkostphase in allen möglichen Varianten auf den Speiseplan setzen. Achten Sie aber darauf, leicht Blähungen verursachendes Gemüse zu vermeiden oder nur in sehr geringen Mengen mitzufüttern. Es ist ebenfalls wichtig, die generelle Verträglichkeit zu überprüfen. Testen Sie dazu diese Nahrungsmittel im Abstand von drei bis vier Tagen. Gleiches gilt auch für Obst. Was Milchprodukte anbelangt, sollten Sie sich neben der Mutter- noch auf Säuglings- und Folgemilch beschränken. Ab dem sechsten Monat ist Naturjoghurt erlaubt, erst ab dem ersten Lebensjahr normale Vollmilch. Fleisch und Fisch sind mit Beginn der Beikostphase zwar ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, aber im besten Fall mager. Deshalb eignet sich zum Beispiel Geflügel sehr gut. Eier dürfen Sie ab dem fünften Monat unter die Babybreie mengen. Bei Getreideprodukten können Sie aus der Vielfalt schöpfen, achten Sie lediglich darauf, bei glutenhaltigen Lebensmitteln die Menge langsam zu erhöhen.

Die konkrete Gestaltung des Speiseplans ist individuell und hängt vom Essverhalten des Kindes ab, das mit viel Experimentieren einhergeht. Selber essen zu lernen gehört ab dem achten bis zehnten Lebensmonat ebenfalls dazu. Kleine und weiche Lebensmittelstücke, die sich leicht greifen und schlucken lassen, sind dafür ein guter Anfang.

^