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Babyernährung

Baby und Gewicht: So viel dürfen Babys wiegen

Die Gewichtszunahme bei Babys - Normentwicklung und Abweichungen Als verantwortungsvolle Eltern sollten Sie im Auge behalten, ob sich der Gewichtsverlauf Ihres Babys in normalen Bahnen abspielt. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass jedes Kind einen individuellen Prozess durchläuft und Abweichungen von Normwerten nicht zwangsläufig bedenklich sein müssen

Die Gewichtsentwicklung in den ersten Lebensmonaten

Nach der Geburt ist es völlig normal, dass Ihr Baby in den ersten Tagen seines Lebens zunächst ca. zehn Prozent seines Gewichts verliert. Grund hierfür ist, dass das Neugeborene noch nicht an die Nahrungsaufnahme ausserhalb des Mutterleibes gewöhnt ist. Nach etwa zwei Wochen wird es wieder sein Ausgangsgewicht erreichen. Ab diesem Zeitpunkt gilt es als normal, wenn Ihr Baby Gewicht in stärkerem Umfang zulegt. So wird es im Regelfall bis zum fünften Lebensmonat zwischen 115 und 225 Gramm pro Woche zunehmen. Als Faustregel können Sie im Kopf behalten, dass sich das Geburtsgewicht innerhalb der ersten fünf bis sechs Monate ungefähr verdoppeln sollte. Ab der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres verlangsamt sich die Gewichtszunahme. Dies ist dadurch bedingt, dass das Baby verstärkt damit beginnt, sich eigenständig zu bewegen.

 

Kein Grund zur Sorge besteht, wenn ihr Baby gegen Ende des ersten Lebensjahres ungefähr dreimal so viel wie zum Zeitpunkt seiner Geburt wiegt.

 

Vergleich mit Normtabellen

Wenn Sie detailliertere Informationen hinsichtlich der Gewichtsentwicklung Ihres Kindes einholen  möchten, empfiehlt es sich, eine Grössentabelle zu Rate zu ziehen. Anhand einer solchen Tabelle können Sie mithilfe der Perzentilenberechnung feststellen, wie sich das Gewicht und die Grösse ihres Babys in Relation zum Durchschnitt verhalten. Das Perzentil gibt an, wie weit ober- oder unterhalb Ihr Kind sich vom Durchschnitt befindet.

 

Abweichungen bei der Gewichtsentwicklung

In den vergangenen Jahrzehnten wurde in westlichen Industrieländern ein starkes Ansteigen des durchschnittlichen Geburtsgewichtes von Säuglingen verzeichnet. Dies ist durch veränderte Ernährungsgewohnheiten bedingt, die zur Folge haben, dass viele Frauen bereits vor dem Beginn einer Schwangerschaft übergewichtig sind. Zudem ist die Schwangerschaft selbst bei von Übergewicht betroffenen Frauen häufig noch einmal mit einer unverhältnismässig starken Gewichtszunahme verbunden. Babys erhalten dabei oft schon im Mutterleib eine Überfütterung und tendieren dann auch im späteren Verlauf ihres Lebens dazu, übermässig viel zu essen. Um zu verhindern, dass Ihr Kind als Baby und im späteren Verlaufe seines Lebens mit Übergewicht zu kämpfen hat, sollten Sie daher unbedingt darauf achten, sich während der Schwangerschaft gesundheitsbewusst zu ernähren. Zudem können Sie durch in den ersten Lebensmonaten erfolgendes regelmässigen Stillen die Wahrscheinlichkeit senken, dass Ihr Baby unter Übergewicht leiden wird. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass gestillte Kinder gegenüber mit Industriemilch ernährten Kindern eine bis zu 35 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit aufweisen, Übergewicht zu entwickeln. Als optimal gilt eine Stillzeit von neun Monaten.

 

Wenn Sie merken, dass Ihr Baby stark untergewichtig ist, sollten Sie unbedingt einen Kinderarzt zurate ziehen. Der Grund hierfür kann in einer chronischen Erkrankung, wie einer Überfunktion der Schilddrüse, oder einer Darmerkrankung liegen. Sollte ihr Baby an einer Wachstumsstörung leiden, kann dies ebenfalls Ursache für eine Schwierigkeit bei der Gewichtszunahme sein. Häufige Ursache für Untergewicht bei Babys sind zudem auch Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

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