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Babyernährung

Wenn Babymilch allein nicht mehr reicht

Irgendwann kommt er - der Tag, an dem Ihr Kleines von der Brust oder aus der Flasche allein nicht mehr satt wird. Dann ist es Zeit, den Ernährungsplan langsam umzustellen und Beikost für Ihr Baby schmackhaft zu machen.

"Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht"

Diese ebenso erfrischende wie schlichte Lebensweisheit lässt sich zu fast 100% auf Ihr Baby übertragen: An das Saugen von flüssiger Nahrung gewöhnt, muss es sich mit dem ersten Brei auf eine völlig andere Konsistenz, einen abweichenden Geschmack und einen erheblich höheren Kraftaufwand einstellen. Das erwartungsvoll gekaufte erste Gläschen ruft daher oft wenig Begeisterung hervor. Doch es gibt eine Reihe einfacher Tricks, die den Übergang zur Beikost für Ihr Baby einfacher machen.

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Das gilt auch - und erst recht - für kleine Persönlichkeiten, die bis dato nur den süsslichen Geschmack von Mutter- oder Ersatzmilch kennen. Er vermittelt ihnen die gleiche Sicherheit und Geborgenheit wie das Saugen an der Brust oder der Flasche. Haben Sie vor, den Ernährungsplan umzustellen, sollten Sie sich an dieser Gewohnheit Ihres Kindes orientieren und für erste Kostproben ein sehr mildes Nahrungsmittel mit natürlich hohem Zuckergehalt auswählen.

 

Nach dem Vorbild der Natur

Doch auch wenn es verlockend ist und das Einfachste zu sein scheint: Wählen Sie als erste Beikost für Ihr Baby keine Banane, sondern greifen Sie unbedingt auf einheimische Obst- und Gemüsesorten zurück. Der Grund dafür ist, dass der menschliche Organismus dem globalen Fortschritt um etliche Generationen hinterherhinkt. Viele Früchte, die Sie heute an jeder Ecke kaufen können, sind dem nord- und mitteleuropäischen Verdauungs-System nach wie vor fremd - und können selber nach dem Kochen noch zu Überreaktionen in Babys Darm führen.

Schrittweise zum neuen Erlebnis

Am einfachsten lässt sich das Novum als Saft in den Ernährungsplan integrieren. Doch auch für die festere Variante Brei haben sich namhafte Hersteller wie Hipp und Milupa etwas einfallen lassen: Zum einen Sauger mit extra grosser Öffnung; zum anderen besonders weiche, abgewinkelte Löffel. Damit steht es Ihnen frei, ob Sie einen Milch- oder Gemüsebrei zuerst aus der Flasche anbieten oder ob Sie es gleich auf "direktem Weg" probieren wollen. In beiden Fällen genügt zunächst eine winzige Menge, die Sie aus ökonomischen Gründen am besten den Fertigbrei-Gläschen von Holle, Hipp oder diversen Drogerie-Marken entnehmen.

 

Von der Beikost für das Baby zum gemeinsamen Familienessen

Hat Ihr Nachwuchs sich an die neue Ernährungsform gewöhnt, können Sie eigene Babyrezepte ausprobieren und verschiedene Breie selber kochen. Diese sollten aus nur wenigen Zutaten bestehen und keine zusätzlichen Würzmittel enthalten. Ein Klassiker der Babyküche sind Rüebli, die sich mit nahezu allen Obst- und Gemüsesorten variieren lassen.

Wie phantasievoll die Zusammenstellung sein kann, beweist unser "Rezept für fruchtigen Rüebli-Brei": Dazu putzen und würfeln Sie

  • 2 Rüebli
  • 1 Kartoffel
  • ¼ Apfel

und lassen diese mit wenig Wasser bedeckt weich kochen. Anschliessend fein pürieren, abkühlen lassen und vor dem Verfüttern 1/2 Teelöffel mildes Öl unterrühren.

 

Um die Vitamine und Nährstoffe soweit wie möglich zu erhalten, empfehlen wir die Zubereitung im Avent Dampfgarer. Ein solches Gerät bietet Ihnen den Vorteil, auch für die übrigen Familienmitglieder vollwertige Speisen zubereiten zu können und Mahlzeiten zu kreieren, an denen das Baby im Hochsitz teilnehmen kann.

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