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Babyernährung

Schoppen

Viele Kinder, die gestillt werden, verweigern zunächst den Schoppen. Dies ist in der Regel jedoch kein grosses Problem, mit wenigen Tricks können Sie dem entgegenarbeiten. Geduld und Ausdauer sind hier die entscheidenden Faktoren.

Vor allem Kinder, die bisher gestillt wurden, verweigern anfangs den Schoppen. Dies liegt zum einen daran, dass Kinder bei einem Schoppen eine ganz andere Saugtechnik anwenden müssen, zum anderen ist die fehlende Nähe zur Mutter ungewohnt. Denn beim Stillen liegt das Baby direkt auf der Haut auf, spürt den Herzschlag der Mutter und kann ihren Geruch aufnehmen. Diese Wärme und Geborgenheit fehlt dem Kind beim Schoppen oftmals in der ersten Zeit. Darum hilft es, dem Kind den Schoppen auf andere Weise schmackhaft zu machen. Versichern Sie sich jedoch zunächst, dass das Kind nicht an störenden Erkrankungen wie Koliken leidet, um andere Ursachen für die Schoppenverweigerung auszuschliessen.

 

Die äusseren Variablen verändern

Zunächst einmal sollten Sie versuchen, das Milchpulver für den Schoppen zu wechseln. Genau wie Erwachsene entwickeln bereits Babys einen eigenen Geschmack und verweigern die Nahrung, wenn diese nicht schmeckt. Auch die Temperatur der Anfangsmilch und die Art des Saugers auf dem Schoppen kann bereits einen Unterschied machen. Variieren Sie dazu noch die Zeit und die Position beim Füttern - dies kann schon ausschlaggebend sein, dass Ihr Kind den Schoppen plötzlich doch annimmt. Helfen alle diese Veränderungen nichts an der Schoppenverweigerung, können Sie noch zwei weitere Möglichkeiten ausprobieren: Zum einen kann der Vater das Füttern übernehmen, während die Mutter das Zimmer oder besser noch die Wohnung verlässt. So verschwindet die Verknüpfung des Essens mit der Mutterbrust und das Kind kann sich deutlich leichter auf das neue Erlebnis Schoppen einlassen. Geben Sie den Schoppen zudem mit Ruhe und Gelassenheit und reden Sie dem Kind dabei liebevoll zu. Dies hat ebenfalls positive Auswirkungen auf die Akzeptanz des Schoppen.

 

Hunger wirkt Wunder

Auch grosser Hunger kann bei einer Schoppenverweigerung hilfreich sein. Denn wenn das Kind Hunger hat, wird es sich deutlich leichter auf den Schoppen einlassen, als wenn Sie es erst vor kurzem gestillt haben. Hierbei sollten Sie das Kind natürlich nicht länger aushungern, sondern ihm nur deutlich zeigen, dass der Schoppen die einzige Alternative zum vorherrschenden Hunger ist. Weiss das Kind jedoch, dass es bei einer Schoppenverweigerung direkt anschliessend die willkommene Mutterbrust bekommt, wird es den Schoppen auch weiterhin verweigern.

 

Auf das Alter des Kindes achten

Je nachdem in welchem Alter Sie Ihr Kind abstillen möchten, sollten Sie natürlich unterschiedliche Varianten ausprobieren. Führen alle diese genannten Möglichkeiten nicht zum Erfolg, können Sie je nach Alter des Kindes bereits damit beginnen, das Kind neben dem Stillen mit Beikost zu füttern. Bei älteren Babys ist dies eine gute Alternative zum Schoppen.

Sie sehen also, dass Sie sich bei einer Schoppenverweigerung des Kindes keine Sorgen machen müssen. Gehen Sie ruhig und gelassen an das Problem heran und es wird sich in kürzester Zeit von selbst erledigen.

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