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Das erste Jahr

11. Monat: Babyentwicklung

Wenn Sie Ihr Baby zwischen dem 9. und dem 12. Lebensmonat beim Kinderarzt vorstellen, wird es sein Geburtsgewicht ungefähr verdreifacht haben. Im Fokus der 5. Vorsorgeuntersuchung stehen die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik sowie die Sprachentwicklung und das Kommunikationsverhalten.

Die Kommunikation mit der Aussenwelt wird differenzierter

Nun kommt die Zeit, in der Ihr Baby die Doppelsilbe für sich entdeckt. Die ersten Zweisilber sind zur Enttäuschung vieler Eltern nicht unbedingt "Mama" oder "Papa" - falls doch, wird dabei mit hoher Treffsicherheit die richtige Person angeschaut. Im Überschwang von Freude oder Aufregung wird mitunter auch die Aufmerksamkeit von der oder dem "Papmama" gewünscht.

Das erste Fremdeln als natürlicher Reifungsprozess ist abgeschlossen. Sie bemerken es unter anderem daran, dass Ihr Baby Blickkontakt zu anderen Menschen herstellt.

Ihr Baby reagiert auf bekannte und unbekannte Stimmen und nimmt Ihre Worte nicht nur rein akustisch wahr, sondern kann den Inhalt erfassen. Voraussetzung: Sie verpacken klare Aussagen in kurze Sätze und verwenden Vokabular aus der frühkindlichen Begriffswelt. Aufforderungen wie "Bringe mir bitte deinen Teller" werden verstanden und mit der gewünschten Aktion beantwortet. Für eine erste verbale Antwort in mehreren Teilen müssen Sie sich indes noch eine Weile gedulden.

 

 

 

 

Grob- und Feinmotorik: Die frühkindlichen Bewegungsfertigkeiten nehmen an Tempo auf

Mit gestreckten Beinchen frei sitzen, im Vierfüsslerstand krabbeln, sich allein in den Stand hochziehen, für wenige Sekunden allein stehen, ein paar Schritte an der Hand gehen - dieses grobmotorische Rüstzeug wird jetzt zunehmend häufiger erprobt. Manche Babys erlernen das Laufen über einen längeren Zeitraum in kleinen Schritten: Sich am Tischbein aufrichten, zunächst an beiden Händen gehalten wenige Schritte aufrecht gehen, dann an einer Hand geführt einen Fuss vor den andern setzen - irgendwann erfolgen die ersten zögerlichen Schritte "im Alleingang". Andere Babys überspringen beim Laufenlernen gleich mehrere Zwischenstufen: Sie bleiben auch über den 11. Lebensmonat hinaus geschickte Krabbelkinder und stehen eines Tages auf, um aus dem Stand loszulaufen - allein.

Als feinmotorischer Meilenstein im 11. Lebensmonat gilt das sichere Greifen von Gegenständen mit Daumen und Zeigefinger (Pinzettengriff). Manche Kinder entwickeln schnell so viel Geschicklichkeit, dass sie einen gefüllten Löffel halten und zum Mund führen können oder ohne Hilfe aus einem Gefäss (Trinkflasche, Schnabeltasse) trinken können. Andere Kinder können zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit Selbstständigkeit am Esstisch brillieren - sie nutzen die neu erworbene feinmotorische Fähigkeit indes gern, um Spielzeug und andere Gegenstände in ein Behältnis (Schüssel, Kiste, Schublade) zu legen.

 

Das Baby im 11. Lebensmonat fordern und fördern

Unabhängig davon, wie ausgeprägt die Grob- und Feinmotorik Ihres  Babys ist: Spiele trainieren Geschicklichkeit, Konzentration und Ausdauer. Einfache Fang- oder Klatsch- und Singspiele werden schon verstanden. Das über Generationen bekannte "Topfschlagen" begeistert auch Geschwisterkinder, die der Endphase des Krabbelalters längst entwachsen sind. Beliebte stumme Begleiter sind Bilderbücher mit robustem Pappeinband.

 

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Viel Spass beim Lesen: Ihr Babymüller.ch Team

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