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Das erste Jahr

3. Monat: Babyentwicklung

Der dritte Lebensmonat ist für viele Eltern ein besonders spannender Monat. Füttern und Pflege im Alltag haben sich eingespielt, das Baby wird immer aktiver. Viele angeborene Reflexe entwickeln sich in dieser Zeit zurück, um neuen Entwicklungen Platz zu machen.

Der dritte Lebensmonat ist ein besonders intensiver Monat mit dem Baby. Es entwickelt sich weg von einem hilfebedürftigen Säugling, der ausschliesslich die Bedürfnisse Hunger und Schlaf gestillt wissen möchte, hin zu einem Kind, das seine Umwelt aktiv wahrnimmt. Diese Entwicklung deckt sich mit der Wahrnehmung vieler junger Eltern. Denn in den ersten zwei Lebensmonaten des Säuglings müssen sich viele Dinge erst einmal einspielen. Vielleicht klappt das Stillen nicht richtig oder das Baby hat Anpassungsschwierigkeiten. Im dritten Lebensmonat jedoch sind für viele kleine und grosse Probleme im Leben mit dem neuen Erdenbürger Lösungen gefunden und die schönste Zeit mit dem Baby kann beginnen.

 

Wachstumsschübe

Innerhalb des 3. Lebensmonats vollbringt ein Baby wahre Höchstleistungen, wenn es um das Wachstum und die Gewichtszunahme geht. Einige Routinen, die sich bereits eingespielt haben, können dadurch wieder durcheinander kommen. Junge Eltern dürfen sich von solchen Umbrüchen und Schüben nicht aus der Ruhe bringen lassen. Denn das Baby braucht jetzt einfach mehr Energie. Es kann zum Beispiel sein, dass es jetzt öfter gestillt werden möchte. Ein bereits eingespielter Stillrhythmus, zum Beispiel alle drei bis vier Stunden, kann dadurch völlig einbrechen. Nicht selten wollen Babys in einem Wachstumsschub ständig gestillt werden. Das regt die Milchproduktion an und führt schon bald dazu, dass sich wieder ein normaler Rhythmus einstellt. Wer sich unsicher ist oder anderweitige Stillprobleme hat, kann sich mit einer Milchpumpe behelfen. Ein wichtiger Vorteil der Milchpumpe ist die Kenntnis über die Milchmenge. Der Aufwand ist jedoch deutlich höher als beim direkten Stillen. Auch junge Eltern, die mit der Flasche füttern, werden im dritten Lebensmonat merken, dass der Hunger des kleinen Erdenbürgers deutlich steigt.

 

Mutter, Vater, Kind

Vor allem junge Eltern, die ihr erstes Kind bekommen, sehen sich vor völlig neuen Herausforderungen. Es ist daher nicht selten, dass Mutter und Vater in den ersten Lebenswochen überfordert sind und oft an sich zweifeln, ob sie alles richtig machen. Zusätzlichen Druck bauen lieb gemeinte Tipps aus der Verwandtschaft und Bekanntschaft auf. Vor allem dann, wenn gewisse Dinge nicht so funktionieren, wie die jungen Eltern sich das vorgestellt haben, ist die Ratlosigkeit gross. Das trifft in besonderem Masse auf Eltern zu, die zum Beispiel mit einem Schreibaby zurechtkommen müssen. Zeitweise Gefühle von Überforderung sind auch im dritten Lebensmonat des Babys noch vollkommen normal. Vor allem neue Probleme, die mit den Wachstumsschüben zusammenhängen, machen jungen Eltern zu schaffen. Auch der anhaltende Schlafmangel bei beiden Elternteilen kann zu Missmut in der Familie führen. Vor allem aber muss sich die kleine Familie erst einmal finden. Mann und Frau sind nun Vater und Mutter und müssen sich in ihren neuen Rollen definieren. Sind betrübte Stimmungen vor allem bei der Mutter aber ein Dauerzustand, so ist Vorsicht geboten. Hinter einer solchen Phase kann eine postnatale Depression stecken. Diese kann sich unter unglücklichen Umständen festigen und zu einer schwer therapierbaren Depression entwickeln. Wer Probleme sieht, sollte diese schnell beim behandelnden Arzt ansprechen. Doch auch, wenn keine postnatale Depression Ursache für schlechte Stimmung ist, gibt es für junge Eltern im dritten Lebensmonat des Babys zahlreiche Tipps, wie sie sich den Alltag leichter machen können. Ein wichtiges Beispiel dafür ist der Nuggi. Viele Eltern meiden den Nuggi in den ersten Lebenswochen, da er zu Saugverwirrungen führen kann. Doch im dritten Lebensmonat sollte sich das Stillen oder Füttern so gefestigt haben, dass ein Nuggi kein Problem darstellt. Babys im dritten Lebensmonat haben immer noch ein sehr hohes Saugbedürfnis. Das Saugen gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit. Der Nuggi kann also zu einem wichtigen Begleiter für die nächsten Lebensmonate werden. Wenn das Baby bisher noch keinen Nuggi kennt, können Sie ihn mit etwas Muttermilch oder Babymilch schmackhafter machen. Auf diese Weise spielt sich das Familienleben nach und nach ein und das neue Leben mit Kind wird immer spannender. Von vielen jungen Eltern wird die Zeit ab dem dritten Lebensmonat als sehr bereichernd empfunden.

 

Den Tag aktiv gestalten

Da sich der Alltag nun allmählich einspielt und das Baby immer aktiver wird, fangen viele junge Eltern im dritten Lebensmonat an, ihren Alltag mit Baby aktiv zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel feste Fütterungszeiten und Schlafzeiten. Das Einschlafen können die Eltern aktiv mit einem schönen, passenden Ritual gestalten. So wird sich das Baby geborgen fühlen und gelassen einschlafen. In den Wachphasen möchte das Baby jedoch beschäftigt werden. Das ist gar nicht so einfach und stellt viele junge Eltern vor eine neue Herausforderung. Hier kommt ein Helfer ins Spiel, der jedoch auch Gefahren birgt - die Babywippe. In stressigen Phasen und heiklen Situationen sorgt die Babywippe dafür, dass sich schreiende Babys schnell beruhigen und sicher verwahrt sind. Doch ein Dauerplatz sollte die Babywippe nicht sein, auch wenn das Baby den Platz liebt. Denn die Haltung in der Babywippe ist nicht optimal und kann zu Problemen mit dem Skelett führen. Das Baby sollte daher lieber im Liegen beschäftigt werden. Der Tastsinn, das Gehör und der Geschmackssinn sind nun besonders aufnahmefähig. Lieder, klapperndes Spielzeug und Beissringe sind in dieser Zeit daher besonders beliebt. Ein wichtiger Meilenstein im dritten Lebensmonat ist die Entwicklung des Greifens. Immer wieder wird das Baby diese wichtige Fähigkeit ausprobieren und testen. Die Eltern können diesen Ehrgeiz aktiv unterstützen, indem sie immer wieder geeignete Materialien zum Greifen anbieten. Ein anderer wichtiger Meilenstein im dritten Lebensmonat hängt mit der Lebensgestaltung der Familie zusammen. In dieser Zeit denken viele junge Mütter darüber nach, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Für die ganze Familie, die sich gerade neu gefunden hat, ist das eine grosse Herausforderung. Wer sein Baby in guten Händen betreut weiss, hat es leichter, den Weg zurück in das Berufsleben zu finden und sich auf die neue Lebenssituation einzustellen. Es beginnt ein neuer Alltag als Mutter, Vater und Kind mit allen Höhen und Tiefen, die das Familienleben bereithält.

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Viel Spass beim Lesen: Ihr Babymüller.ch TEAM

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