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Das erste Jahr

9. Monat: Babyentwicklung

Im neunten Lebensmonat sind viele Babys sehr mobil. Dabei haben sie einen sehr unterschiedlichen Entwicklungsstand: Während ein Baby schon seine ersten Gehversuche wagt, übt sich ein anderes noch im Hinsetzen. Eltern sind spätestens jetzt angehalten, die Wohnung kindersicher zu gestalten.

Der Bewegungsdrang im neunten Monat

Im neunten Lebensmonat wird Ihr Baby immer mobiler. Es will die Welt entdecken und das mit Macht. Einige Babys wirken deshalb im neunten Lebensmonat häufig unzufrieden. Sie wollen mehr, als sie schon können. In dieser Lage sind die Eltern gefragt, indem sie ihr Baby unterstützen und motivieren. So erreicht es in den nächsten Lebenswochen einen Meilenstein nach dem anderen. Im neunten Lebensmonat lernen die meisten Babys, sich auf die eine oder andere Weise fortzubewegen. Die Zeit, in der Ihr Baby friedlich auf der Decke lag und mit einem interessanten Spielzeug gespielt hat, ist nun vorbei. Ihr Baby möchte die Welt entdecken und überall hin gelangen. Das birgt natürlich auch gewisse Gefahren. Die eigene Wohnung muss nun mit den Augen eines Babys betrachtet werden, Hindernisse und Gefahren müssen beseitigt werden. Dazu gehören zum Beispiel giftige Zimmerpflanzen, die nun weggeräumt gehören oder Steckdosen, für die ein geeigneter Steckdosenschutz zu installieren ist. All das schützt Ihr Baby vor seinem ungebremsten Forscherdrang. Die meisten Unfälle, auch mit Babys und Kleinkindern, passieren nach wie vor im eigenen Haushalt, weil die kleinen Gefahren unterschätzt werden. Sie können Ihr Baby zusätzlich fördern, aber auch schützen, wenn Sie ihm geeignete Ziele und Spielzeuge zur Verfügung stellen. Das Ausräumen (und Einräumen) von Küchenschränken zum Beispiel macht vielen Babys Spass. Sie als Eltern müssen lediglich dafür sorgen, dass sich Ihr Baby nicht an scharfen Gegenständen wehtun kann. Ist die Wohnung erst einmal gesichert, kann die Entdeckungstour der anderen Art richtig losgehen. Wie sich Ihr Baby dabei fortbewegt, entscheidet es selbst. Im neunten Monat gibt es die unterschiedlichsten Bewegungsformen. Einige Babys laufen bereits ihre ersten, wackeligen Schritte oder hangeln sich stehend an Möbelstücken entlang. Die meisten Babys krabbeln oder kriechen. Einige Babys haben aber auch das Drehen über die Körpermitte für sich entdeckt und rollen zu ihrem Ziel. Andere Babys wiederum sind noch gar nicht so weit und entdecken die Welt lieber im Sitzen. Im neunten Lebensmonat beginnt Ihr Baby, aktiv an der eigenen Umwelt teilzunehmen. Ob es das im Krabbeln oder Robben, Drehen oder Sitzen macht, spielt keine Rolle. Trotz Steckdosenschutz und Treppengitter sollten Sie Ihr Baby in dieser Phase nicht aus den Augen lassen.

 

Forschung auf ganzer Linie

Ist das Baby auf seine Art und Weise erst einmal bei seinem Ziel angelangt, hat es das eigentliche Ziel noch gar nicht erreicht. Denn der interessante Gegenstand muss nun mit allen Sinnen erforscht werden. Dafür kann Ihr Baby im neunten Lebensmonat schon sehr geschickt und clever die eigenen Hände benutzen. Auch sehr kleine Gegenstände werden im Scherengriff, also mit Daumen und Zeigefinger, in die Hand genommen und untersucht. Das geschieht nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Mund. Alle interessanten Dinge werden erfühlt, erblickt und geschmeckt. Genau deshalb müssen Sie immer ein Auge auf Ihr Baby haben, denn im Mund landen nicht nur ungefährliche Dinge. Die Gefahr von Verschlucken und Vergiftungen ist in diesem Alter sehr real. Doch nicht nur der Geschmackssinn ist in dieser Zeit sehr wichtig, auch mit der eigenen Stimme wird experimentiert. Das Baby weint nicht länger nur und lacht, es beginnt zu "sprechen". Das hat natürlich noch nichts mit eigentlicher verbaler Kommunikation zu tun, doch das Brabbeln und "Erzählen" ist bereits eine Vorstufe der eigenen Muttersprache. Die Tonlagen werden ausprobiert und leises und lautes Sprechen wird differenziert. Auch diese neue Entwicklung können Sie aktiv unterstützen. Suchen Sie nach interessanten Fingerreimen oder Liedern aus Ihrer eigenen Kindheit und lassen Sie diese neu aufleben. Sie und Ihr Kind werden viel Spass an diesen gemeinsamen Aktivitäten haben.

 

Auf grosser Fahrt

Ein Baby im neunten Lebensmonat hat in der Wohnung viel zu entdecken. Doch schon bald werden die eigenen vier Wände zu eng. Auch draussen möchte Ihr Baby aktiv sein und das Leben auf der Wiese, in der Stadt und im Wald für sich entdecken. Ihr Baby ist nun auch nicht mehr so schutzbedürftig wie ein Neugeborenes und kann mit allerlei äusseren Einflüssen konfrontiert werden. Das gilt zum Beispiel auch für die Nahrung. Im neunten Lebensmonat lernt Ihr Kind weiter das Essen. Natürlich geschieht das altersgerecht zu Beginn mit Breien. Das Lätzchen ist nun ein treuer Begleiter, denn die eigenen Essversuche Ihres Babys fallen zu Beginn nicht besonders effektiv aus. Stellen Sie sich auf einige Sauereien ein, denn das Lätzchen schützt zwar weite Teile der Babykleidung, jedoch weder Ihre Kleidung noch die Küche. Für Ihr Baby dürfen es jetzt auch Speisen vom Familientisch sein, nicht jedes Getränk muss vor dem Verzehr noch abgekocht werden. Ihr Baby wird dadurch mit vielen Keimen und Erregern konfrontiert, die es vorher nicht kannte. Je nach Situation und Jahreszeit wird es daher jetzt auch häufiger krank. Ein kleiner Infekt reiht sich an den nächsten. Diese sind jedoch harmlos und ermöglichen Ihrem Baby, sich an die Umwelteinflüsse zu gewöhnen. Sie müssen lediglich darauf achten, dass Sie Ihr Kind altersgerecht gegen gefährliche Erreger impfen. Das Impfen von Babys ist jedoch ein individuelles Thema, über das sich Eltern selbst informieren müssen und auf Basis dieser Informationen eine fundierte Entscheidung treffen. Doch nicht nur Erreger stellen eine Gefahr dar, auch andere Einflüsse, wie zum Beispiel die Sonne, sind nicht zu unterschätzen. Starke Sonneneinstrahlung kann die noch dünne und schutzbedürftige Haut des Babys schädigen. Genauso kann Sonneneinstrahlung auf dem Kopf unangenehme Folgen haben. Deshalb ist ein passender Sonnenschutz sehr wichtig. Am Strand sollte eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sowie eine passende Kopfbedeckung verwendet werden. So ausgerüstet kann Ihr Baby die Welt mit allen Sinnen entdecken. Auch im Regen durch die Pfützen zu krabbeln macht den meisten Babys einen Riesenspass. Sie müssen nur an wetterfeste Kleidung denken - vom Sonnenschutz bis zur Regenhose - und schon kann der Entdeckerdrang Ihres Babys auch ausserhalb der eigenen vier Wände ausgelebt werden.

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Viel Spass beim Lesen: Ihr Babymüller.ch Team

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