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Das erste Jahr

Pucken: Hilfreich oder überflüssig?

Pro und contra für das Pucken Das Pucken, bei dem das Kind eng gewickelt wird, fühlt sich für das Baby wie die Zeit im Mutterleib an und ist daher zu einem richtigen Trend geworden. Mit dem gebundenen Tuch sind aber auch Gefahren verbunden, die Sie berücksichtigen sollten.

Das Pucken vermittelt Geborgenheit

Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, muss er erst langsam lernen, Arme und Beine zu koordinieren. Das kann den Schlaf Ihres kleinen Lieblings stören, denn beim Schlafen entstehen manchmal Zuckungen oder das Kind bewegt Arme sowie Beine ruckartig und wacht dadurch auf. Beim Pucken binden Sie die Ärmchen und Beinchen mit einem Pucksack oder Tuch so an den Körper, dass diese Bewegungen nicht entstehen können oder abgebremst werden. Zudem erinnert diese Tragetechnik das Baby an die Zeit im Bauch der Mutter. Diese Vertrautheit und der enge Kontakt beruhigen das Kind. Es schläft somit besser ein und kann auch leichter durchschlafen.

 

Wie Sie das Tuch wickeln müssen

Um das Pucken auszuprobieren, können Sie eine Babydecke oder ein spezielles Pucktuch verwenden. Selbst eine grössere Stoffwindel ist geeignet. Bevorzugen Sie dünne Stoffe, damit Ihrem Kleinen nicht zu warm wird. Legen Sie das Pucktuch vor sich hin. Falten Sie dann die obere Ecke zur Mitte des Tuches. Dadurch erinnert das Pucktuch ein wenig an einen Briefumschlag. Legen Sie Ihren kleinen Passagier mit dem Rücken auf das Pucktuch. Der Kopf ragt aus der gefalteten Ecke leicht heraus. Nun falten Sie die rechte Tuchseite über den Körper des Kindes. Dadurch wird der rechte Arm fest an den Körper gebunden. Das linke Ende muss hinter den Rücken des Kindes gesteckt werden. Damit die Beine auch gesichert sind, werden diese in das Tuch gebunden. Führen Sie den unteren Tuchzipfel über den Körper des Kleinen und stecken Sie diesen unter dem Kinn fest. Die linke Tuchseite ziehen Sie schliesslich schräg über Ihr Kind, damit auch das linke Ärmchen fest eingebunden wird. Das Ende stecken Sie hinter den Rücken. Ihr Kleines ist nun fest eingepuckt. Diese Wickeltechnik erklärt Ihnen auch gern Ihre Hebamme. Eine Alternative zum Tuch ist der Pucksack. Dieser ähnelt einem Schlafsack, der geschlossen wird und das Kleine sicher bettet, wenn Sie es etwa in den Kinderwagen legen.

 

Die Gefahren beim Pucken

Wichtig ist, dass Sie das Baby nicht zu eng wickeln. Davor warnt auch der nordrheinische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Das zu enge Wickeln behindert die Atmung und kann Nerven abklemmen sowie eine Fehlstellung der Hüfte (Hüftdysplasie) fördern. Hat Ihr Baby bereits eine leichte Fehlstellung, dann konsultieren Sie Ihren Kinderarzt vor dem Pucken. Ein zu warmes Tuch kann gerade im Sommer zum Überhitzen führen. Sie spüren, ob das Pucken Ihrem Kind gefällt oder ob es sich dagegen wehrt. Alternativen sind der Transport im Tragetuch, eine Babyhängematte oder die klassische Wiege für Ihr Kind. Hier sind es die sanften Schaukelbewegungen, die das Kind gut schlafen lassen und es an die Zeit im Mutterleib erinnern.

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