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Erste Hilfe & Notfall

Schnelle Hilfsmassnahmen für unterkühlte Kinder

Unterkühlungen bei Kindern, vor allem bei Babys, sind sehr ernst zu nehmen. Denn anders als Erwachsene können Sie fehlende Wärme nicht durch aktive Körperbewegungen erzeugen. Für die Erste Hilfe ist es wichtig, dass Eltern die Symptome erkennen.

Unterkühlung: Je jünger der Patient, desto schneller sinkt die Körpertemperatur

Die Körpertemperatur von Kindern und insbesondere Säuglingen kann schnell unter eine kritische Marke sinken. Ungenügende Kleidung, feuchte Kleidung oder ausgedehnte Badezeiten im Freien - die Ursachen, die zu einer Unterkühlung führen, können  undramatisch erscheinen. Darum ist es für Eltern von größter Bedeutung, die Warnzeichen zu erkennen. In ernsteren Fällen ist der Weg ins Spital notwendig. Häuser wie das Kinderspital Zürich oder das Chispi Basel sind auf die Notfallversorgung der unterkühlten kleine Patienten eingestellt.

 

Erste Hilfe bei leichter Unterkühlung

Von einer Unterkühlung wird gesprochen, wenn die Körpertemperatur unter 35 Grad Celsius fällt. Unterschieden werden drei Unterkühlungsphasen. In Phase 1, der Erregungsphase, ist das Kind unruhig und zittrig. Es spricht undeutlich, seine Haut ist blass und seine Füße und Hände bläulich verfärbt. Der Atem geht tief bei beschleunigtem Herzschlag. In dieser wie in den beiden anderen Phasen gilt: Ruhe bewahren. Bringen Sie Ihr Kind an einen warmen Ort. Entfernen Sie feuchte Kleidung, wickeln Sie es in wärmende Decken und flössen Sie ihm etwas warmen Tee ein. Mit diesen einfachen Massnahmen bekommen Sie die Unterkühlungssymptome der Phase 1 in den Griff. Sollte sich der Zustand nicht verbessern oder sich Symptome von Phase 2, dem Erschöpfungsstadium, zeigen, braucht Ihr Kind ärztliche Hilfe. Wenden Sie sich an moderne Häuser wie das Kinderspital Bern.

Erste Hilfe bei mittelschwerer Unterkühlung

In Phase 2, dem Erschöpfungsstadium, liegt die Körpertemperatur zwischen 28 und 32 Grad Celsius. Der Herzschlag ist verlangsamt, die Haut grau-bläulich verfärbt. Der kleine Patient muss flach gelagert und in warme Decken oder eine Rettungsdecke gewickelt werden. Ein Heizstrahler oder eine Wärmematte sind in diesem Stadium hilfreich. Wenn volles Bewusstsein herrscht, sollten Sie warmen Tee einflössen. Kontrollieren Sie in kurzen Abständen Herzschlag und Puls. Viele Laien versuchen, die Blutzirkulation durch passives Durchbewegen oder Massagen in Gang zu setzen. Dies ist ein Irrtum, denn so gelangt noch mehr kühleres Blut in den Körperkernbereich. Eine Unterkühlung zweiten Grades ist ein Notfall. Bringen Sie Ihr Kind ins Spital oder fordern Sie einen Krankenwagen an.

 

Erste Hilfe bei schwerer Unterkühlung 

Das Lähmungsstadium ist die schwerste Form der Unterkühlung. Hier fällt die Körpertemperatur auf unter 28 Grad Celsius. Es tritt Bewusstlosigkeit ein, auf Schmerzreize reagiert das Kind nicht mehr. Weite, lichtstarre Pupillen, flache Atmung und unregelmässiger Herzschlag sind Leitsymptome des Lähmungsstadiums. In diesem Zustand herrscht für Sie als Eltern Alarmstufe 1. Rufen Sie den Notfallwagen, denn der kleine Patient braucht so schnell wie möglich Hilfe durch einen Kinderarzt oder anderen Mediziner. Sollten Puls und Atem nicht spürbar sein, müssen Sie Atemspenden und eine Herz-/Lungen-Wiederbelebung durchführen. Massagen oder Durchbewegungen sind verboten. Geschulte Notfallambulanzen wie im Kinderspital St. Gallen werden alles weitere veranlassen, um den Zustand Ihres Kindes zu stabilisieren.

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