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Geburt

Geburtseinleitung & Wehenförderung

Bald ist es soweit und der grosse Tag steht kurz bevor. Wenn der errechnete Geburtstermin naht oder sogar schon überschritten ist, werden viele werdende Eltern langsam ungeduldig. Doch es gibt viele Tricks, mit denen Sie die Geburt natürlich anschubsen können.

Körperliche Anstrengung

Naht der Geburtstermin und sind noch keine Wehen in Sicht, kann körperliche Betätigung den Ausschlag geben. Treppen laufen und lange Spaziergänge belasten den Beckenboden und helfen dem Baby dabei, tiefer ins Becken zu rutschen. Die Belastung auf den Körper kann aus Übungswehen ganz schnell Geburtswehen machen. Vorausgesetzt Ihnen und Ihrem Partner steht der Sinn danach, können Sie auch mit Sex die Wehen auslösen. Einerseits bringt der Orgasmus die Muskeln Ihrer Gebärmutter in Schwung, aber auch das ausgeschüttete Hormon Oxytocin spielt bei der Geburt eine wichtige Rolle. Zusätzlich können Stoffe, die im Sperma des Mannes vorhanden sind, sich positiv auf den Beginn der Geburt auswirken. Achten Sie allerdings immer darauf, sich nicht zu verausgaben: Wenn nach einem stundenlangen Spaziergang die Geburt beginnt, fehlt Ihnen möglicherweise die Kraft für den anstrengenden Geburtsakt. Damit riskieren Sie unnötige medizinische Interventionen wie wehenfördernde Mittel und PDA.

 

Wehenfördernde Nahrung

Auch durch die Ernährung lässt sich eine Einleitung Geburt erreichen. Scharfes Essen, besonders wenn es der Körper nicht gewöhnt ist, kann die Verdauung so stark in Schwung bringen, dass auch die Gebärmutter mit Kontraktionen beginnt. In Sachen Ernährung bietet die Naturheilkunde ausserdem eine ganze Reihe von wehenfördernden Tees, darunter an erster Stelle Chai Tee. Dieser enthält Zimt und Nelken, welche beide Wehen auslösen können. Der Tee sollte frisch gekocht werden und Sie können bis zu drei Tassen täglich davon trinken.

 

Entspannung und Verwöhnung

Ganz wichtig, um die lang ersehnte Geburt auszulösen, ist auch ein gewisses Mass an Entspannung. Versuchen Sie, die Seele baumeln zu lassen, geniessen Sie einen gemeinsamen Abend zu zweit mit Ihrem Partner oder gehen Sie noch mal schwimmen. Lassen Sie sich von Ihrem Partner den Bauch massieren, am besten mit einem Öl, das Nelken und Zimt enthält. Auch diese äussere Anwendung der Gewürze kann zu Wehen führen.

 

Nelkenöltampons und Rizinusöl: wirksame Medizin aus der Natur

Haben Sie den errechneten Geburtstermin bereits überschritten und stellen sich weiterhin keine Wehen ein, gibt es stärkere Mittel, um Wehen auszulösen und eine Einleitung im Krankenhaus zu umgehen. Nelkenöltampons sind ein bewährtes Mittel, das bei geburtsreifem Befund (Gebärmutterhals verstrichen und Muttermund weich und möglichst fingerdurchlässig) zu Wehen führen kann. Dafür wird das Öl der Nelkenknospen mit Mandelöl vermischt, auf einen kleinen Tampon aufgetragen und für einige Stunden eingeführt. Ihre Hebamme kann Ihnen das genaue Rezept geben. Da Nelkenöltampons starke Wehen auslösen können, sollten Sie sie nie ohne Aufsicht einer Hebamme oder eines Arztes anwenden. Genauso steht es mit dem Rizinusöl-Cocktail, der zwar bei vielen Frauen einen durchschlagenden Erfolg hat, aber auch mit einigen Risiken verbunden ist. Rizinusöl bringt die Verdauung in Schwung, kann zu Durchfall führen und dadurch starke Geburtswehen oder sogar einen Blasensprung auslösen. Fragen Sie unbedingt Ihre Hebamme nach Anleitung und Rezept.

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