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Geburt

Nabelpflege

Neun Monate lang war der Säugling über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden. Nach der Geburt verbleibt ein Stummel, der nach etwa fünf bis zehn Tagen abfällt. Der Nabel selbst sollte noch einige Wochen intensiv beobachtet und sorgfältig gepflegt werden, um eine Entzündung zu vermeiden.

Der Nabel des Babys - zunächst noch eine offene Wunde

Tiermütter durchbeissen meist nach der Geburt die Nabelschnur ihrer Jungen, der am Nabel verbleibende Rest vertrocknet anschliessend und fällt nach einigen Tagen schliesslich ab. Im Prinzip funktioniert dies auch bei Menschen auf dieselbe Weise, nur, dass die Hebamme den Nabelrest abklemmt, um ein Nachbluten zu verhindern. In den ersten Tagen handelt es beim Nabel noch um eine offene Wunde, die erst verheilen muss. Schliesslich war das Kind über diese Öffnung mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden und wurde so mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Wie jede andere Wunde auch, kann sich der noch frische Nabel entzünden, was jedoch durch die richtige Nabelpflege verhindert werden kann.

 

Besonders wichtig: Nabel trocken halten

Die meisten Hebammen bedecken den abgeklemmten Nabelrest mit einer sterilen Kompresse. Diese sorgt dafür, dass die Wunde trocken bleibt und zudem die Nabelklemme nicht auf der empfindlichen Babyhaut scheuert. Besonders wichtig ist es, denn Nabel stets trocken zu halten. Eine nässende Wunde verheilt wesentlich langsamer und entzündet sich auch schneller. Deshalb sollte der Nabel nach dem Baden auch vorsichtig trocken getupft oder aber möglichst kalt beziehungsweise auf niedriger Temperatur geföhnt werden. Die Kompresse muss regelmässig gewechselt werden, insbesondere dann, wenn sie - etwa durch Urin - feucht geworden ist. Manche Hebammen empfehlen auch, gar keine Kompresse auf den Nabel aufzulegen, sondern diesen an der frischen Luft heilen zu lassen. In diesem Fall darf die Windel nicht auf der Wunde aufliegen, sondern nur unterhalb befestigt werden, denn das feuchte Klima fördert das Wachstum gefährlicher Keime. Beim Wickeln also darauf achten, dass die Windel gegebenenfalls umgeschlagen wird.

 

Pflegemittel: Notwendig oder nicht?

Babypuder, Calendula-Essenz oder gar Alkohol: Es gibt viele Pflegemittel, die das Abheilen des Nabels fördern und Keime abtöten sollen. Antiseptisches Babypuder ist ein ganz klassisches Mittel, um den Nabel trocken zu halten und unerwünschte Keime zu beseitigen. Der Puder sollte jedoch mindestens einmal täglich vorsichtig mit einem Desinfektionsmittel entfernt und, nachdem der Nabel gereinigt und sorgfältig trocken getupft wurde, neu aufgetragen werden. In der Nabelpflege bewährt haben sich auch Cremes oder Essenzen mit Calendula. Die Ringelblume (lateinisch "Calendula") wird schon seit Jahrhunderten zur Behandlung offener Wunden eingesetzt. Sie wirkt antiseptisch und fördert die Wundheilung. Tatsächlich notwendig ist die Anwendung von pflegenden Mitteln jedoch nicht, im Prinzip genügt es, den Nabel trocken zu halten und möglichst wenig zu berühren. Allerdings können Babypuder oder Calendula die Heilung beschleunigen. Keinesfalls verwenden sollten Sie jedoch alkoholhaltige Desinfektionsmittel, denn diese können ein unangenehmes Brennen auf der Wunde verursachen.

 

Bei Rötung zum Arzt

In den meisten Fällen heilt der Nabel des Babys noch während der Wochenbett-Zeit der Mutter ohne jegliche Komplikationen ab. Manchmal jedoch rötet sich die Stelle oder beginnt zu nässen. In diesem Fall sollten Sie sofort Ihren Kinderarzt oder die Hebamme konsultieren, da eine unbehandelte Entzündung gravierende Folgen für das Kind haben kann. Nicht nur, dass sie Schmerzen verursacht, im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Blutvergiftung kommen. Schorf auf dem Nabel bitte niemals entfernen beziehungsweise wegkratzen, denn das kann ebenfalls zu einer Nabelentzündung führen.

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