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Kinderwunsch

Die häufigsten Ursachen der Unfruchtbarkeit beim Mann

Als Paar mit Kinderwunsch stehen Sie unter Druck, wenn Ihr Wunsch sich Monat für Monat nicht erfüllt. Schliesst eine ärztliche Untersuchung die Ursache bei der Frau aus, dann helfen gründliche Untersuchungen des männlichen Partners, Ursachen der Zeugungsprobleme zu finden.

Gesunde Lebensweise und regelmässige Untersuchungen unterstützen die Fruchtbarkeit

Normalgewichtige Männer mit gesunden Ernährungsgewohnheiten sind vor einer Unfruchtbarkeit zwar nicht grundsätzlich geschützt, jedoch rundum auf dem richtigen Weg zu einer ungestörten Familiengründung. Eine gesundheitsfördernde Lebenseinstellung schliesst viele beeinflussbare Ursachen aus. Selbst wenn bisher von Potenzproblemen nichts bekannt war, begünstigen Sie den Erfolg Ihres Kinderwunsches, wenn Sie Ihrem Körper durch gesunde Ernährung zu guter Vitalität verhelfen. Wenn dennoch keine Schwangerschaft eintritt, hilft eine gründliche Diagnose, häufige Ursachen einer Unfruchtbarkeit zu finden und zu behandeln.

 

Oligozoospermie: Zu wenige Samenzellen im Samenerguss

Bei dieser Form der Unfruchtbarkeit ist umgangssprachlich die Spermienqualität zu gering. Es bedeutet, dass ein Milliliter Samenflüssigkeit keine 20 Millionen Samenzellen enthält. Die Ursachen für diese Störung können vielfältig sein, zum Beispiel infektiöser Natur. Auch ein Hodenhochstand oder krampfaderartige Veränderungen müssen Sie per Diagnose ergründen lassen. Der Genuss nachteiliger Nahrungs- und Genussmittel, vor allem von Nikotin und Alkohol, können zu einer minderen Samenqualität führen. Nach der Art der Störung richten sich mögliche Therapieansätze. Eine Ernährungsumstellung, Hormonbehandlungen oder operative Eingriffe beseitigen die Oligozoospermie in vielen Fällen. Geduld erfordert jede Therapieform. Auch bringt Ihnen erst eine nachträgliche Kontrolle nach erfolgter Behandlung Sicherheit über den Erfolg.

 

Störungen der Beweglichkeit oder der normalen Spermienform

Leiden Männer an Asthenozoospermie, dann bewegen sich nur knappe 50 % ihrer Spermien überhaupt in der Samenflüssigkeit voran. Dies beeinträchtigt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung. Zwar bewegen sich die Samenzellen bei einer Teratozoospermie vorwärts, jedoch sind diese entweder am Kopf, Schwanz oder Mittelstück deformiert. Weitere Ursachen für eine Unfruchtbarkeit beim Mann können Veränderungen im Bereich der Prostata oder Wachstumsstörungen der Hoden sein. Eine Therapie erfordert in jedem Fall ausgiebige Untersuchungen. Mit Geduld und einer fachgerechten Behandlung verbessert sich die Fruchtbarkeit künftig wieder.

Ursachen von Potenzproblemen und mögliche Abhilfe

Körperliche Ursachen für die Unfruchtbarkeit bei Männern sind überwiegend Erkrankungen der inneren Organe (Leber, Nieren, Hodenbereich) und Übergewicht. Häufig beseitigen eine entsprechend zielgerichtete Therapie sowie die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten solche Probleme. Doch auch psychologisch können Stress, sozialer Druck und Versagensangst stark ursächlich für eine fortdauernde Ejakulationsstörung sein. Hier hilft eine psychologische Betreuung auf lange Sicht, Ihre geistige Anspannung abzubauen und die Fruchtbarkeit wieder zu verbessern. Empfehlenswert ist es, wenn Sie als Partner mit Kinderwunsch eine solche Therapie gemeinsam absolvieren.

 

Vasektomie rückgängig machen

Eine Vasektomie ist eine Sterilisation des Mannes mit dem Ziel, eine ungewollte Schwangerschaft künftig zu vermeiden. Manche Männer wünschen sich jedoch, diese gezielte Unfruchtbarkeit wieder rückgängig zu machen. Dies ist über einen erneuten, operativen Eingriff möglich, kann allerdings noch für eine Weile Ejakulationsstörungen mit sich bringen. Die Ursachen von Potenzproblemen sind in den meisten Fällen durch ärztliche Behandlung erkennbar und können durch die richtige Therapie behoben werden. Begleitend ist eine Psychotherapie ratsam, am besten in Form einer Paartherapie. Denn gemeinsam durch diese Zeit des unerfüllten Kinderwunsches zu gehen und sich dabei mit den Stressfaktoren auseinanderzusetzen, wirkt sich auch auf die Erlebensqualität der Partnerschaft sehr positiv aus.

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