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Medizinische Fragen

Baby & Kinder Impfen

Babys und Kinder impfen - sicherer Rundumschutz mit nur einem Pieks Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts starben zahllose Kinder an den Folgen von Erkrankungen wie Masern oder Tetanus. Andere wiederum erlitten körperliche Schäden, etwa in Folge einer Kinderlähmung oder einer Mumps-Erkrankung. Heute sind diese dramatischen Krankheiten dank moderner Impfungen fast vergessen

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) veröffentlicht in regelmässigen Abständen Impfempfehlungen, die jeweils an den neuesten Stand der Forschung ausgerichtet sind. Die EKIF untersteht dem Bundesamt für Gesundheit und hat sich zum Ziel gesetzt, durch Impfungen vermeidbare Krankheiten gänzlich auszurotten.

 

Viele Eltern sind unsicher bezüglich der Impfempfehlungen

Angesichts des Impfplans sowie der Tatsache, dass die Folgen schwerer Erkrankungen im Kindesalter kaum noch in der Öffentlichkeit präsent sind, beschleichen viele Eltern Zweifel an der Nützlichkeit von Impfungen. Wer im Internet recherchiert, landet unweigerlich auf impfkritischen Seiten, die vehement und mit vielen Falschinformationen gegen das Impfen zu Felde ziehen. Es werden Ängste geschürt, indem etwa behauptet wird, Impfstoffe enthielten Aluminium oder Quecksilber beziehungsweise das Impfen würde Allergien oder Autismus hervorrufen.

 

Moderne Impfungen sind sicher

Mittlerweile konnten verschiedene wissenschaftliche Studien nachweisen, dass Impfungen weder Allergien noch Autismus zur Folge haben. Auch die Zeiten, in denen den Impflösungen Aluminiumverbindungen oder Quecksilber beigemischt wurden, sind bereits seit einigen Jahrzehnten vorbei. Impfreaktionen sind extrem selten geworden, allenfalls reagieren die Kleinen mit ein wenig Fieber oder einer Rötung der Einstichstelle. Epidemien wie z. B. die letzte Masernepidemie - bei der auch ungeimpfte Kinder zu Tode kamen - zeigen uns, wie wichtig das Impfen schon bei den ganz Kleinen ist.

 

Wozu impfen?

Impfen schützt schon Babys gegen folgenreiche Erkrankungen, gegen die es vielfach noch immer keine adäquaten Behandlungsmöglichkeiten gibt. Masern etwa können zum Tod führen, ebenso wie der Starrkrampf oder eine durch Pneumokokken hervorgerufene Meningitis. Mumps kann zur Ertaubung des erkrankten Kindes führen, eine durchgemachte Windpockenerkrankung im späteren Leben das Entstehen einer Gürtelrose begünstigen. Impfungen beugen einer solchen Erkrankung vor - und schützen zudem nicht nur das geimpfte Kind, sondern auch andere Kinder und Erwachsene in seiner Umgebung.

 

Der Eidgenössische Impfplan

Die EKIF empfiehlt, Babys und Kinder gemäss einem durchdachten Plan zu impfen. Die erste Basisimpfung erfolgt bereits in der neunten Lebenswoche, wenn das Kind in einer Sechsfach-Impfung gegen Diphterie, Starrkrampf (Tetanus), Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio), Haemophilus influenzae Typ b sowie Hepatitis B geimpft wird. Diese Basisimpfung wird im dritten und vierten Lebensmonat wiederholt. Die Sechsfach-Impfung empfiehlt sich vor allem für Kinder, die ab dem fünften Lebensmonat eine Betreuungseinrichtung besuchen werden.

 

Basisimpfung gegen MMR und Meningitis

Ebenso wichtig wie die ersten Impfungen sind die Basisimpfungen gegen MMR (Masern, Mumps und Röteln) sowie gegen Pneumokokken und Meningokokken der Gruppe C. Die MMR-Impfung wird in der Regel im das erste Mal im 11. Lebensmonat durchgeführt und etwa einen Monat später wiederholt. Pneumokokken und Meningokokken zählen zu den häufigsten Auslösern einer Meningitis (Hirnhautentzündung), die in vielen Fällen mit einer schweren Behinderung des Kindes oder gar mit dem Tod endet.

 

Ergänzungsimpfungen

Neben den aufgeführten Basisimpfungen empfiehlt das EKIF noch Ergänzungsimpfungen, etwa eine Schluckimpfung gegen Rotaviren. Diese lösen bei kleinen Kindern schwerstes Erbrechen und Durchfall aus, wobei erkrankte Kinder meist aufgrund von Dehydration im Krankenhaus behandelt werden müssen.

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