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Schwangerschaft

Schwangerschaftskalender 1. Monat

Der erste Schwangerschaftsmonat: eine turbulente Zeit Sobald die Eizelle befruchtet ist, steigt der Progesteronspiegel im Blut, die Brüste werden empfindlich und es kann zu Morgenübelkeit kommen. Auch die Körpertemperatur ist höher. Hier finden Sie alles, was Sie über den ersten Schwangerschaftsmonat wissen müssen:

Ab jetzt beginnt ein neues Leben

Die meisten Frauen merken ihre Schwangerschaft im ersten Monat noch nicht. Das liegt unter anderem daran, dass Sie in den ersten beiden Wochen auch noch nicht schwanger sind. Damit der Frauenarzt Ihren Geburtstermin berechnen kann, beginnt Ihre Schwangerschaft medizinisch mit dem ersten Tag der letzten Menstruation. Vierzig Wochen später ist dann der berechnete Geburtstermin. Etwa zwei Wochen nach diesem Tag ist der nächste Eisprung: Ab jetzt ist es für Sie möglich, schwanger zu werden. Mit einem Eisprungrechner können Sie relativ genau ermitteln, wann Ihre fruchtbarsten Tage sind. So können Sie Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen. Üblicherweise werden dafür die Periode und die Zyklusdauer eingegeben. Wenn Sie in dem Zeitraum, in dem eine reife Eizelle wartet, ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, eilen bis zu 350 Millionen Spermien in Richtung der Eizelle. Gelingt es einem Spermium, die Eizelle zu befruchten, verschmelzen zunächst die Kerne der Samen- und der Eizelle. Ab diesem Moment beginnt in Ihnen ein neues Leben.

Wie entsteht Ihr Baby?

In der dritten Woche der Schwangerschaft entsteht Ihr Baby. Hat ein einzelnes Spermium das Innere Ihrer Eizelle erreicht, kann kein weiteres dazu kommen. Die Eizelle beginnt sofort mit ihrer Teilung und wird jetzt Zygote genannt. Noch während sie sich im Eileiter befindet, teilt sie sich, bis sie ungefähr 200 Zellen gross ist. In diesen Zellen sind bereits alle Erbinformationen enthalten, die festlegen, welches Geschlecht das Kind haben wird. Ebenso steht bereits fest, welche Farbe die Augen und die Haare des Kindes bekommen werden und auch, welche körperlichen Merkmale es jeweils von Vater oder Mutter vererbt bekommt. Die Eizelle sieht jetzt wie eine Maulbeere aus, deswegen wird diese Zeit Morula-Stadium genannt. Jetzt braucht sie einen Platz, an dem sie sicher und gut in den nächsten Wochen und Monaten weiter wachsen kann. Sieben bis zehn Tage dauert es insgesamt, bis die Eizelle in Ihrer Gebärmutter angekommen ist. Dort wird die Eizelle von der Schleimhaut in Ihrer Gebärmutter vollständig umgeben und nistet sich ein. Damit die Gebärmutterschleimhaut jetzt erhalten bleibt und Ihr wachsendes Baby schützen kann, senden die Hormone, die Ihren Körper steuern, die entsprechenden Signale aus. So bleibt Ihre Regelblutung aus, mit der normalerweise die ungenutzte Schleimhaut der Gebärmutter ausgestossen wird. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Regelblutung ausbleibt, die sonst immer pünktlich kommt, ist Ihr Baby schon so gross wie ein Stecknadelköpfchen. Alles ist vorhanden, damit daraus ein richtiger kleiner Mensch wachsen wird: Ihr Kind.

 

Wann ist es Zeit für einen Schwangerschaftstest?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie schwanger sein könnten, kann Ihnen ein Schwangerschaftstest gegen Ende des ersten Monats darüber Auskunft geben. Zwar gibt es auch einen sogenannten Frühtest, mit dem sich das Schwangerschaftshormon HGC bereits zehn Tage nach dem Geschlechtsverkehr nachweisen lassen soll, doch dieser ist manchmal nicht so zuverlässig. Wenn Sie allerdings neugierig sind, dann machen Sie den Test mit Ihrem konzentrierten Morgenurin. Ein Schwangerschaftstest, den Sie kaufen können, stellt den Wert des Hormons HCG im Urin fest. Erst dann, wenn die befruchtete Eizelle mit dem Gebärmutterschleim in Berührung kommt, wird dieses Hormon gebildet. Vor dem neunten Tag nach der Befruchtung brauchen Sie demnach noch keinen Test zu machen, der die Konzentration des HCG-Hormones misst. Auf dem Schwangerschaftstest ist eine Zahl angegeben, wie genau dieser die Konzentration von HCG erkennt: Je kleiner dieser Wert ist, desto besser erkennt der Test bereits eine geringe Konzentration des Schwangerschaftshormons. Meist beträgt der Wert 10 oder 25 U/L: Verspricht der Test, dass er auf 25 U/L genau misst, Ihr Körper jedoch zu diesem Zeitpunkt noch wenig HCG produziert, dann reagiert der Test negativ. Blieb Ihre Menstruation bereits aus, brauchen Sie keinen Frühtest mehr, sondern können einen normalen Schwangerschaftstest verwenden. Dieser zeigt genaue Ergebnisse ab 50 U/L. Vier bis fünf Wochen nach Ihrer letzten Regelblutung liegt der HCG-Wert zwischen 75 und 2.600 U/L und lässt sich mit einem normalen Schwangerschaftstest nachweisen.

Was sollten Sie jetzt beachten?

Sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, sollten Sie weder Alkohol trinken, noch Zigaretten rauchen. Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie auf gesunde Ernährung achten sollten. Jede Frau, die schwanger ist oder schwanger werden möchte, sollte sich so ernähren, dass sie viel Folsäure in ihrer Nahrung zu sich nimmt. Für die Entwicklung des Gehirns beim noch ungeborenen Baby ist Folsäure von entscheidender Bedeutung. Wird das Kind während der Schwangerschaft nur mangelhaft mit Folsäure versorgt, kann es im Bereich von Hirn und Rückenmark starke Schädigungen erleiden. Brokkoli und anderes grünes Blattgemüse sind ebenso reich an Folsäure wie Eigelb, Nüsse und Produkte aus Vollkorn. Für die Entwicklung des kindlichen Gehirns und Rückenmarks spielt eine ausreichende Versorgung mit Folsäure eine wesentliche Rolle: Zwischen dem 20. und dem 25. Schwangerschaftstag schliesst sich die sogenannte Neuralplatte zum Neuralrohr. Aus diesem entwickeln sich später sowohl das Rückenmark als auch das Gehirn. Liegt zu wenig Folsäure vor, kommt es zum Neuralrohrdefekt, weil das Neuralrohr nicht geschlossen werden kann. Weil sich die wasserlösliche Folsäure in Ihrem Körper nur gering speichern lässt, müssen Sie diese regelmässig mit der Nahrung aufnehmen. Wenn Sie zu den Frauen gehören, die sich bereits vor der Schwangerschaft gesund ernährt haben, dann sind Sie höchstwahrscheinlich ausreichend mit Folsäure versorgt. Es gibt aber auch Risikogruppen: Bei sehr jungen Schwangeren ist der Folsäurespeicher durch die Pubertät noch relativ gering. Weiterhin zählen Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften zur Risikogruppe und Frauen, die rasch hintereinander schwanger sind. Wenn Sie zum Frühstück Vollkornflocken und Weizenkeime essen, mittags einen frischen Salat geniessen, abends eine Brotzeit mit Vollkornbrot essen, nachmittags ein paar Nüsse knabbern, und bis zu dreimal in der Woche ein gekochtes Ei löffeln, ist Ihre Folsäureversorgung ausreichend.

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