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Schwangerschaft

Schwangerschaft und Arbeitgeber: Wie sage ich es meinem Chef?

Schwangerschaft: Der richtige Zeitpunkt, um den Chef zu informieren Sie haben festgestellt, dass Sie schwanger sind - und mit dem grossen Glück sind eine Menge Dinge zu regeln: So muss beispielsweise der Arbeitgeber informiert werden. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für das Gespräch, und wie sollte man sich darin verhalten?

Der richtige Zeitpunkt, um die Chefin oder den Chef über die Schwangerschaft zu informieren, ist nach etwa zwölf Wochen gekommen. Zu diesem Zeitpunkt können Sie relativ sicher sein, dass Ihr Kind durchkommt, und die Gefahr von eventuellen Komplikationen ist deutlich geringer. Leider reagieren nicht alle Vorgesetzten immer hoch erfreut über diese Nachricht, weil eine Mitarbeiterin, die ausfällt, ja erst einmal Arbeit macht und in manchen Fällen sogar droht, dem Unternehmen komplett verloren zu gehen.

 

Versichern Sie daher Ihrem Arbeitgeber, dass er sich voll auf Sie verlassen kann und Sie alles im Griff haben. Sollten sich allerdings schon frühzeitig Schwierigkeiten in der Schwangerschaft abzeichnen, dann seien Sie in jedem Fall offen und ehrlich, damit Sie gegebenenfalls schon vor dem eigentlichen Mutterschutz freigestellt werden können. Eine falsche Rücksichtnahme gegenüber dem Chef könnte das Wohl des Kindes in einem hohen Masse beeinträchtigen.

 

Zuerst mit dem Chef sprechen, dann die Kollegen informieren

Informieren Sie in der Firma in jedem Fall den Chef zuerst, bevor Sie mit Kollegen sprechen. Sonst könnten Sie nicht die Erste sein, die ihm von der Schwangerschaft berichtet, und so etwas kann immer wieder zu bösem Blut führen. Ein paar Wochen, bevor Sie in den Mutterschaftsurlaub eintreten, sollten Sie mit Ihrem Chef über eine eventuelle längere Babypause, also die Elternzeit, sprechen und auch darüber, wie Sie sich einen Wiedereintritt in den Beruf vorstellen. Einem Chef ist Planungssicherheit wichtig. In jedem Fall geniessen Sie während Schwangerschaft, Mutterschutz und auch Elternzeit einen erhöhten Kündigungsschutz und haben einen Anspruch auf Ihre alte Stelle oder zumindest eine adäquate Position im Unternehmen. Viele junge Mütter wollen nach der Elternzeit nur in reduzierter Form arbeiten. Auch dieser Fall sollte rechtzeitig mit dem Arbeitgeber besprochen werden, sodass beispielsweise die Schwangerschaftsvertretung gleich mit langfristiger Perspektive eingestellt werden kann.

 

Das sollten Sie noch zum Thema Schwangerschaft und Arbeitgeber wissen

Sollte sich während Ihrer Schwangerschaft schon frühzeitig herausstellen, dass Sie gewisse Dinge nicht mehr erledigen können, teilen Sie dies rechtzeitig Ihrem Arbeitgeber mit. Schwere Dinge heben, langes Stehen oder andere körperliche Anstrengungen sind von Anfang an tabu. Auch von übermässig vielen Überstunden oder Extraschichten sind Schwangere zu befreien. Seien Sie in jedem Fall immer offen und ehrlich gegenüber Ihrem Chef, aber reduzieren Sie nicht ohne Absprache Ihr Pensum und lassen Sie gewisse Arbeiten nicht einfach liegen. Beziehen Sie auch sonst Ihren Arbeitgeber in Ihre Schwangerschaft ein. Oft kann er Ihnen juristische Tipps geben, Sie beraten, wie beispielsweise bei der Mutterschaftsversicherung vorzugehen ist, oder auch private Hilfestellungen geben. Denn in sehr vielen Fällen sind auch Chefs oder Chefinnen Eltern und kennen sich bestens in der Thematik aus.

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