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Schwangerschaft

Ratgeber: Vaginale Trockenheit während der Schwangerschaft

Vaginale Trockenheit kann durch Stress, Medikamente und falsche Intimhygiene hervorgerufen werden. Aber auch eine Schwangerschaft kann eine trockene Scheide begünstigen. Um diesen Teilaspekt der Schwangerschaftsbeschwerden wirksam eindämmen zu können, gilt es die richtigen Massnahmen zu ergreifen

Wie entsteht vaginale Trockenheit während Schwangerschaft?

Bei vaginaler Trockenheit wird in der Scheide nicht ausreichend Feuchtigkeit produziert, was zu Beschwerden wie Brennen und Juckreiz führen kann. Die Entstehung dieses Problems basiert häufig auf hormonellen Veränderungen, was den Zusammenhang mit der Schwangerschaft erklärt. Das bedeutet konkret: Der Feuchtigkeitshaushalt der vaginalen Schleimhäute wird durch die schwangerschaftsbedingten Hormonschwankungen beeinflusst. Dies gilt sowohl für die Schwangerschaft an sich als auch für den Zeitraum unmittelbar nach der Geburt. Die Stillzeit geht mit einem deutlichen Rückgang der Östrogene einher, wodurch die gesamte Vaginalflora aus der Balance geraten kann: Die Schleimhäute werden dünner und die Scheide ist anfälliger für Infektionen.

 

Wie macht sich eine trockene Scheide bemerkbar?

Welche konkreten Beschwerden in Folge einer trockenen Scheide auftreten und wie intensiv sie wahrgenommen werden, lässt sich nicht allgemeingültig vorhersagen. Die Auswirkungen von vaginaler Trockenheit in der Schwangerschaft können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich ausfallen. Zu den möglichen Auswirkungen zählen unter anderem Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Beim Tragen von eng anliegenden Slips und Hosen oder scheuernden String-Tangas kann es zu einem brennenden Gefühl und Juckreiz kommen. Auch von Aktivitäten, die mechanische Reizungen des Intimbereichs mit sich bringen, können die Beschwerden verschlimmert werden. Dazu gehört beispielsweise Radfahren und Reiten. Besprechen Sie die auftretenden Symptome mit Ihrem Frauenarzt und lassen sie sich die eventuell benötigten Pflegepräparate verschreiben. Die Intensität der vaginalen Trockenheit kann sich von Schwangerschaftswoche zu Schwangerschaftswoche verändern, was die Wichtigkeit des regelmässigen Dialogs mit Ihrem Frauenarzt zusätzlich verdeutlicht.

Nützliche Empfehlungen beim Auftreten vaginaler Trockenheit im Überblick

Wenn Sie unter einer trockenen Scheide leiden oder dieser Form der Schwangerschaftsbeschwerden wirksam vorbeugen möchten, gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten. Bei der Intimpflege sollten Sie beispielsweise auf die Verwendung von gewöhnlichen Duschgels und Seifen verzichten, da diese das Milieu angreifen und die Haut weiter austrocknen können. Greifen Sie stattdessen auf spezielle Intimwaschmittel zurück, die sich durch ihre rückfettende Zusammensetzung auszeichnen und einem Juckreiz aktiv entgegenwirken. Des Weiteren empfiehlt sich das regelmässige Eincremen des Schambereichs mit speziellen pflegenden Ölen oder einer fettenden Intimcreme. Auch der Einsatz von Gleitmitteln beim Geschlechtsverkehr ist ratsam. Die Gleitcreme sorgt für ein optimales Feuchtigkeitsmilieu in der Scheide und verhindert Irritationen sowie kleine Risse der Haut. Um den erhöhten Feuchtigkeitsbedarf zu decken, kommen dabei entweder silikonbasierte oder wasserbasierte Produkte in Frage. Insgesamt gesehen lässt sich festhalten, dass die Beschwerden vaginaler Trockenheit durch die Befolgung einiger Hinweise schnell gelindert werden können. Sobald sich der Hormonhaushalt nach der Schwangerschaft ausbalanciert hat, reguliert sich der Feuchtigkeitshaushalt der Scheide dann wieder auf natürlichem Wege von selbst.

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