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Schwangerschaft

Schwangerschaftskalender 9. Monat

Nun bricht der letzte Schwangerschaftsmonat an. Dieser sollte von Entspannung und Ruhe geprägt sein. Erste Geburtsanzeichen stellen sich ein, jegliche Bewegungen werden immer schwerer. Die Vorbereitungen für die Entbindung und die Ausstattung für das Babyzimmer sollten jetzt abgeschlossen sein.

Mit der Geburt Ihres Kindes bricht ein neuer Lebensabschnitt für die ganze Familie an. Eine anstrengende Phase steht Ihnen in den letzten Wochen der Schwangerschaft bevor. Nicht nur die Geburt, auch körperlich wird jede Bewegung beschwerlicher. Das Baby legt in den letzten Wochen noch einmal ordentlich an Gewicht zu. Im Verlauf jeder einzelnen Schwangerschaftswoche kurz vor der Geburt sollten Sie sich daher viel Ruhe gönnen.

 

Die körperliche Entwicklung ist abgeschlossen

Die körperliche Entwicklung des Babys ist mit dem Beginn der 33. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Mit der Lungenreifung ist Ihr Baby jetzt vollständig lebensfähig. Das Körpergewicht des Kleinen erhöht sich nun um ca. 1 Kilogramm und bildet eine Fettschicht am gesamten Körper. Beginnend in der ersten Woche des letzten Schwangerschaftsmonats hat es eine Länge von ca. 44 cm und ein Körpergewicht von rund 2 kg. Zum Ende des 9. Monats wiegt es rund 1 kg mehr und weist eine Scheitel-Fersen-Länge von ca. 50 cm auf. Diesen körperlichen Zuwachs von täglich ca. 20 bis 30 g erleben Sie auch als Mutter mit dem weiterwachsenden Bauchumfang.

 

Das Kleine wird jetzt rund und mollig

Die Fettschicht, die sich das Baby während der letzten Schwangerschaftswoche zulegt, ist die Reserve für die ersten Lebenstage. Bevor sich eine vollwertige Muttermilch entwickelt hat, vergehen einige Tage. Bis dahin wird der Säugling mit dem Kolostrum, der Vormilch, genährt. Dies ist auch der Grund, warum einige Babys in den ersten Tagen ein wenig Gewicht verlieren. Doch mit der nahrhaften Muttermilch holt Ihr Baby diese Gewichtsreduzierung schnell wieder auf. Wenn in der letzten Zeit der Schwangerschaft eventuell Wehen einsetzen, kann es sein, dass Ihnen der Arzt strikte Bettruhe verordnet, um Ihrem Baby jeden Tag dieser notwendigen Reserven zu geben. Übernehmen Sie sich also nicht. Insbesondere schwereres Tragen ist jetzt nicht mehr erlaubt, um keine frühzeitigen Wehen auszulösen.

 

Die Funktion der Fontanelle

Das Skelett ist bereits seit längerer Zeit komplett entwickelt. In den letzten Wochen nimmt auch das Volumen des Gehirns deutlich zu. Einzig die Schädelplatten verwachsen noch nicht vollständig. Die beweglichen Platten sind wichtig bei der Geburt selbst. Das Verschieben der einzelnen Knochen spielt bei der Entbindung eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen den Durchlass im schmalen Geburtskanal, wobei das Köpfchen biegsam bleibt und sich leicht verformen kann. Eine eventuelle Verformung bildet sich nach der Geburt schnell zurück. Die Fontanelle ist die weiche Stelle auf dem Köpfchen, die sich im Laufe der ersten Wochen bis zum 3. Lebensmonat mit dem Knochenwachstum schliesst.

 

Die endgültige Position für die Geburt

Das Baby nimmt im Verlauf der letzten Schwangerschaftswochen seine endgültige Position ein. Dabei dreht es sich in der Regel noch ein letztes Mal und liegt dann mit dem Köpfchen nach unten. Die Senkwehen unterstützen ebenfalls die neue Position des Kindes. Bei den sogenannten Vorwehen verspüren Sie eine plötzliche Verhärtung des Bauches. Es sind die ersten, schmerzfreien Kontraktionen, die jedoch noch nicht die Geburt einleiten. Die Senkwehen können 1- bis zu 30-mal täglich auftreten. Bei einem warmen, angenehmen Bad verspüren Sie Entspannung, die Körper und Seele beruhigt. Die Vorwehen der letzten vier Schwangerschaftswochen zeigen jedoch an, dass der Körper sich nun auf die ersten Anzeichen "Geburt" vorbereitet.

 

 

Steht der Geburtskoffer bereit?

Da sich die Geburt ab Ende des 8. Monats plötzlich ankündigen kann, ist es notwendig, dass der Geburtskoffer rechtzeitig gepackt ist. Packen Sie folgende Dinge in den Koffer:

Für die Geburt im Spital benötigen Sie:

  • die Krankenkassenkarte,
  • den Mutterpass sowie alle Untersuchungsdokumente, wie der Wunsch zur Abnahme von Nabelschnurblut,
  • bequeme Kleidung, wie ein langes T-Shirt, einen Jogginganzug und warme Socken,
  • einen Bademantel und Hausschuhe,
  • Toilettenartikel, wie Shampoo, Zahncreme, Zopfgummi und Hautcreme,
  • eventuell Medikamente, die Sie regelmässig einnehmen müssen,
  • das Familienbuch, eventuell den Pass oder die Eheurkunde.
  • Wenn Sie für ein bis zwei Tage im Spital verbleiben, benötigen Sie ausserdem:
  • Still-BH´s und Einlagen,
  • Slips und ein Nachthemd,
  • eventuell einen kleinen Schwimmring zum Daraufsetzen,
  • den Fotoapparat (für die ersten Fotos!),
  • das Mobiltelefon inklusive dem Ladegerät,
  • eventuell Zeitschriften und Musik.

Für Ihr Baby benötigen Sie:

  • eine vollständige Garderobe für den Heimweg (auch im Sommer langärmelige Bodys und Hemdchen!),
  • eine warme Babydecke,
  • einen Nuggi.

Damit es nicht zu unnötiger Hektik in der letzten Minute kommt, schafft es Ihnen als Schwangere viel Erleichterung, wenn der Geburtskoffer am Eingang des Hauses bereitsteht.

 

Für die Zukunft vorsorgen

Wenn Sie die Entnahme von Nabelschnurblut wünschen, sollten Sie die erforderlichen Dokumente im Vorfeld abgeklärt und vorbereitet haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. der Hebamme, bevor sich die ersten Anzeichen "Geburt" melden. Nabelschnurblut kann Ihrem Kind oder einem anderen Menschen im Falle einer schweren Krankheit bei der Gesundung helfen. Es lohnt sich also, mit Ihrem Partner darüber zu sprechen und diesbezüglich eine Entscheidung zu treffen.

Im Babyzimmer steht die Wickelkommode mit allen Pflegeprodukten.

Darüber hinaus ist das fertige Babyzimmer natürlich ebenso wichtig. Das Kinderbettchen oder die Wiege, die Wickelkommode und alle wichtigen Pflegeprodukte werden jetzt im letzten Monat bereitgestellt. Auch die Windeln der kleinsten Grösse, Waschlappen und eine Babybadewanne gehören natürlich dazu.

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind, ist es an der Zeit, dass Sie die letzte Schwangerschaftswoche in vollen Zügen geniessen. Wenn Sie bisher den Namen des neuen Familienmitglieds noch nicht gefunden haben, können Sie dazu in Ruhe die letzten Tage nutzen. Lassen Sie sich mit Massagen von Ihrem Partner verwöhnen und entspannen Sie bei einem Spaziergang oder einem Bad. Lassen Sie sich helfen und strapazieren Sie sich nicht mit Aufgaben. Sobald der Geburtstermin näher rückt, fördern warme Bäder die Wehen. Ruhen Sie sich aus, bevor die bisher grösste Strapaze - die Geburt - auf Sie zukommt. Essen Sie leichte Nahrung und verzichten Sie jetzt auf viele Fruchtsäuren. Und vielleicht bleibt Ihnen ja noch die Zeit, einen Abdruck Ihres riesigen Babybauchs als Erinnerung herzustellen.

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