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Schwangerschaft

Der Schwangerschaftstest schafft bei richtiger Anwendung Gewissheit

Schwangerschaftstests können Frauen von der quälenden Ungewissheit befreien, wenn sie sich nach Ausbleiben der Regel fragen, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht. Die Verlässlichkeit dieser Tests ist hoch - vorausgesetzt, sie werden richtig angewandt.

Früher mussten die Frauen lange bangen und zittern, bis sie Gewissheit hatten, schwanger zu sein. Heute gibt es eine Vielzahl von Produkten zur Fertilitäts-Kontrolle. Dieses grosse Angebot macht die Sache kompliziert, denn zum einen werden verschiedene Testarten angeboten; zum anderen bestehen keine standardisierten Durchführungsverfahren: Es muss auf die Anleitungen der Hersteller geachtet werden, um ein verlässliches Ergebnis zu erzielen. Dieser Ratgeber stellt die unterschiedlichen Testarten vor und gibt praktische Hinweise.

 

Abgrenzung zu zyklusbestimmenden Tests

Schwangerschaftstests dienen der Bestimmung einer Schwangerschaft bei deutlich schwächerer oder ausbleibender Menstruation. Nicht zu verwechseln sind sie mit Ovulationstests wie dem von EVIAL, der zur Bestimmung des Eisprungs dient. Auch ein Cyclotest, der Fertilitätsmonitor von Clearblue und das Lady Frauenthermometer sind Instrumente, die zur Zyklus-Überwachung und damit zur Bestimmung fruchtbarer und weniger fruchtbarer Tage geschaffen worden sind. Technisch aufwendigere Geräte wie der Fertilitätsmonitor speichern alle Daten und werten sie aus. Einfacheren Messinstrumenten wie dem Lady Frauenthermometer liegt ein Kurvenblatt bei, auf dem der Zyklusverlauf eingetragen wird.

 

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?

Der weibliche Körper produziert nach Befruchtung einer Eizelle ein bestimmtes Hormon, das Beta-hCG. Ein Schwangerschaftstest besteht aus Teststäbchen oder Teststreifen. Sie besitzen ein saugfähiges Gewebe, das von einer Plastikhülle umschlossen ist. Auf das Gewebe sind Enzyme appliziert worden, die auf ein Vorhandensein der hCG-Hormone im Urin reagieren. Je nach Hersteller wird der Streifen entweder direkt in den Urin gehalten oder der Urin muss für den Test in einem Behälter aufgefangen werden. Auch die Anzeigen für positiv oder negativ sind unterschiedlich. Positiv kann ein Plus sein, ein Strich oder das Wort "schwanger"; negativ ein Minus, kein Strich oder "nicht schwanger".

 

Welche Arten von Schwangerschaftstests gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten: den Schwangerschafts-Frühtest vor Ausbleiben der Regel und den Schwangerschaftstest nach Ausbleiben der Regel. Der Frühtest ist, der Name sagt es bereits, für Ungeduldige oder für Frauen, die beispielsweise wegen einer Medikamenteneinnahme oder Untersuchung wissen möchten, ob sie schwanger sind. Er kommt einige Tage vor Ausbleiben der Regel zur Anwendung, hinterlässt aber immer die Unsicherheit, ob er nicht zu früh durchgeführt worden ist. Der normale Schwangerschaftstest wird am besten einige Tage nach Ausbleiben der Menstruation benutzt.

 

Tipps und Tricks für die Anwendung

Für die Zuverlässigkeit des Tests ist der Zeitpunkt wichtig. Ab dem dritten Tag nach Ausbleiben der Regel werden sichere Ergebnisse erzielt. Erhöht wird die Sicherheit, indem der morgendliche Urin für den Test verwendet wird. Stäbchen oder Streifen, die direkt in den Urinstrahl gehalten werden, liefern unverfälschtere Ergebnisse, da nicht die Gefahr einer Verunreinigung durch Gefässrückstände besteht. Selbst bei korrekter Anwendung bleibt das Restrisiko eines Fehlergebnisses von etwa einem Prozent. Beratung in der Apotheke schränkt die Gefahr von Fehlanwendungen ein. Nachschlagewerke wie die Babypedia können ebenfalls weiterhelfen. Bei Unstimmigkeiten oder fragwürdigen Testergebnissen sollten Sie aber auf jeden Fall Ihren Frauenarzt kontaktieren.

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