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Schwangerschaft

Zwillingsschwangerschaft

Eine Zwillingsschwangerschaft muss Ihnen keine Sorgen und Ängste bereiten. Medizinisch gesehen sind Zwillingsschwangerschaften nichts Ungewöhnliches und ganz abgesehen davon, bedeutet doppelter Kindersegen ja in erster Linie auch doppeltes Elternglück.

Die Entstehung von Zwillingsschwangerschaften

Neben einigen Sonderfällen gibt es hauptsächlich zwei medizinische Erklärungen für eine Zwillingsschwangerschaft. Damit eineiige Zwillinge entstehen, muss nur eine Eizelle von einem Spermium befruchtet werden. Die Eizelle teilt sich dann jedoch früh in zwei Teile und aus jedem der beiden Teile entsteht ein Zwilling. Weil eineiige Zwillinge aus einer einzigen Zelle stammen, haben sie auch die gleichen Erbanlagen. Für das Entstehen von zweieiigen Zwillingen werden jedoch zwei Eizellen von je einem Spermium befruchtet. Aus jeder befruchteten Eizelle entsteht dann ein Zwilling. Die Erbanlagen zweieiiger Zwillinge sind nicht identisch.

 

Zwillingsschwangerschaft erkennen

Wenn Sie im Verhältnis zum Fortschritt Ihrer Schwangerschaft bereits überdurchschnittlich viel zugenommen haben und Ihnen Ihre Gebärmutter vielleicht etwas gross erscheint, dann können das Anzeichen für eine Zwillingsschwangerschaft sein. Letzte Sicherheit bekommen Sie jedoch erst durch eine Ultraschalluntersuchung beim Arzt. Diese Untersuchung ist allerdings erst ab der sechsten Schwangerschaftswoche sinnvoll.

 

Sie erwarten Zwillinge - Schwangerschaft besonders gut überwachen

Eine Zwillingsschwangerschaft und -geburt bedeutet zwar immer noch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, die grossen medizinischen Fortschritte haben jedoch die daraus resultierenden Risiken für Mutter und Kind deutlich reduziert. So sind für Zwillingsschwangere als Vorsichtsmassnahme häufigere Vorsorgetermine vorgesehen, um eventuelle Komplikationen möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Darüber hinaus kommen Zwillinge oft mit sicherer Operationstechnik durch Kaiserschnitt zur Welt und auch die intensive medizinische Versorgung der Frühchen erhöht deren Lebenschancen wesentlich.

 

Erhöhte Risiken ernst nehmen

Zu den typischen, aber harmloseren Schwangerschaftsbeschwerden während einer Zwillingsschwangerschaft gehören verstärkte Blähungen und Darmverstopfung. Besondere Vorsicht sollte Ihrem Rücken gelten. Da Sie in der Regel mehr Gewicht mit sich herumtragen als mit nur einem Baby, ermüden Ihre Muskeln schneller und die Belastung der Wirbelsäule steigt. Während früher Schwangerschaftsphasen sind oft auch Ihre Progesteronwerte zu hoch, sodass Sie bei Bewegung schneller kurzatmig werden. Ein Faktor für verstärkte Müdigkeit ist Eisenmangel, der während Zwillingsschwangerschaften besonders ausgeprägt auftreten kann. Gegen die meisten typischen Beschwerden können Sie jedoch wirksam angehen. So helfen oft schon gute Ernährung und zusätzliche Ruhepausen, sie zu lindern. Eine der gefährlichsten Schwangerschaftskomplikationen, die bei Zwillingsschwangerschaften häufiger vorkommt, stellt die Gestose bzw. Präklampsie dar.

 

Mutterschutz in Anspruch nehmen

Wenn Sie berufstätig sind, sollten Sie wegen der besonders grossen körperlichen Belastungen durch eine Zwillingsschwangerschaft so früh wie möglich Mutterschutz in Anspruch nehmen. Prinzipiell beginnen die ersten Mutterschutzansprüche am Arbeitsplatz, sobald Sie Ihrem Arbeitgeber mitgeteilt haben, dass Sie schwanger sind. Vor der Geburt können Sie jederzeit in den Mutterschutz gehen und aufhören zu arbeiten, wenn Ihr Arzt sie krank schreibt. Ganz gleich, ob angestellt oder selbstständig, nach der Geburt erhält eine berufstätige Mutter eine Mutterschaftsentschädigung von 80 Prozent des Gehalts bis zu einer maximalen Höhe des Tagesgeldanspruchs von 196 Franken. Dieser Anspruch besteht jedoch nur dann, wenn die Frau zum Zeitpunkt der Geburt erwerbstätig war, in der AHV zuvor mindestens neun Monate obligatorisch versichert und in dieser Zeit mindestens fünf Monate erwerbstätig war.

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