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Stillen

Milcheinschuss

Muttermilch ist die beste Nahrung für Babys. Kein Wunder also, dass die meisten Frauen nach der Geburt stillen wollen. Allerdings müssen Mutter und Kind sich dabei erst aufeinander einspielen und der Milcheinschuss lässt manchmal auf sich warten. Damit es mit dem Stillen optimal klappt, finden Sie hier einige Tipps für einen guten Start.

Milcheinschuss erst einige Tage nach der Geburt

Im Normalfall schiesst die Milch erst zwei bis drei Tage nach der Geburt ein. Bei Müttern mit einem Kaiserschnitt kann es sogar bis zu fünf Tage dauern, bis die Milch fliesst. Doch keine Angst: Ihr Baby wird nicht gleich verhungern, weil es einige Tage auf Milch warten muss. Schon vor dem eigentlichen Milcheinschuss fliesst die sogenannte Vormilch, die sehr kalorienhaltig und reich an Nährstoffen ist. Bestenfalls wird das Neugeborene gleich nach der Geburt das erste Mal angelegt - und danach regelmässig alle zwei bis spätestens drei Stunden. Zwar nimmt das Kind dann nur kleine Mengen Vormilch auf, aber Sie und Ihr Baby können so das Stillen schon einmal üben. Wenn der Milcheinschuss dann kommt, weiss Ihr Kleines schon, wie es die Brustwarze zu nehmen hat und Sie selbst haben die Ihnen angenehmste Stillposition gefunden. Ausserdem muss der Milchfluss durch das Saugen des Kindes angeregt werden, anderenfalls lässt er auf sich warten bzw. es fliesst nicht genügend Milch.

 

Wie kann der Milcheinschuss gefördert werden?

Sie können einiges dazu beitragen, dass die Milch schnell einschiesst. Dazu gehört beispielsweise, den Stillrythmus von zwei bis drei Stunden einzuhalten. Lassen Sie Ihr Baby mindestens 10 Minuten an jeder Seite abwechselnd trinken und achten Sie dabei darauf, dass es die Brustwarze vollständig im Mund hat. Sie fangen bei jedem Stillen stets mit der Brustseite an, mit der Sie zuletzt aufgehört haben. Des Weiteren können Sie milchanregende Getränke wie beispielsweise (alkoholfreies) Malzbier oder Stilltee trinken. Überhaupt sollten Sie viel trinken, am besten Kräutertee (zum Beispiel Fenchel oder Kamille, keine Pfefferminze) oder Mineralwasser. Gönnen Sie sich und Ihrem Kind ausserdem viel Ruhe im Wochenbett. Wechseln Sie häufiger die Stillposition, damit Ihre Brust nicht einseitig beziehungsweise nur teilweise geleert wird. Ein Stillkissen hilft Ihnen dabei, Ihr Kind während des Stillens bequem zu lagern.

 

Woran merkt man, dass die Milch kommt?

Dass die Milch tatsächlich einschiesst, merken Sie zunächst einmal daran, dass Ihre Brüste grösser werden, sich heiss anfühlen und aufgrund des Drucks schmerzen. Diese Symptome sind noch nicht mit einer Brustentzündung zu verwechseln. Oft tritt zudem unwillkürlich Milch aus der Brust aus - Sie "laufen aus". Spätestens jetzt sollten Sie einen gut sitzenden Still-BH, bei dem nichts einengt oder quetscht, mit saugfähigen Stilleinlagen tragen. Diese gibt es als Einweg-Pads aus Baumwolle oder als mehrfach zu verwendende, waschbare Einlagen aus Seide oder Baumwolle. Die Schmerzen können Sie zum Beispiel durch warme Umschläge mit Quark lindern. Achten Sie darauf, keine kalten Umschläge anzuwenden, da Kälte die Milchproduktion hemmen kann. Auch ein regelmässiges Ausstreichen der Brüste - vor allem unter einer warmen Dusche - von der Achselhöhle bis zur Brustwarze schafft Erleichterung.

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