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Stillen

Milchstau und Probleme beim Stillen

Stillen ist die ideale Möglichkeit, sein Baby gesund und praktisch zu ernähren. So sieht zumindest die Idealvorstellung aus - in der Realität kommt es jedoch bei vielen Frauen zu Problemen, die nicht selten zu einem frühen Abstillen führen.

Der Milchstau

Einen Milchstau erkennt man an geschwollenen Brüsten, die empfindlich auf Druck und Berührung reagieren. Meist fühlt sich die entsprechende Stelle an der Brust heiss an, nicht selten kann man sogar eine verhärtete Stelle ertasten. Das Anlegen des Kindes zieht häufig entweder nur kurzzeitige oder überhaupt keine Verbesserung nach sich. Meist schmerzt es sogar, wenn das Baby an der Brust saugt. Beim Milchstau ist eine schnelle Behandlung wichtig, da es unbehandelt auch leicht zu der wesentlich unangenehmeren Brustentzündung (Mastitis) kommen kann.

Die Ursachen sind recht vielfältig: Häufig liegt es daran, dass die Mutter sich gestresst fühlt. Auch eine geänderte Stillfrequenz, vor allem wenn die Abstände zwischen den Milchmahlzeiten grösser werden, kann ein Auslöser sein. Vorbeugend gegen einen Milchstau hilft, das Baby immer so lange an der Brust zu lassen, bis sie leer getrunken ist.

Wenn es schon zu einem Milchstau gekommen ist, ist die effektivste Lösung zugleich die einfachste: Legen Sie Ihr Baby einfach häufig an der betroffenen Seite an und achten Sie verstärkt darauf, dass die Brust leer getrunken wird. Das merkt man daran, dass die Brust nach dem Trinken weich ist. Zusätzlich sollte die Brust beim Stillen oder kurz vor dem Stillen angewärmt werden. Auch Ruhe und Entspannung helfen bei einem Milchstau. Während das Baby trinkt, können Sie zusätzlich die betroffene Stelle leicht massieren.

Nach dem Stillen sollte die Brust sofort gekühlt werden. Besonders effektiv sind hier Quarkumschläge. So sollten die Symptome nach etwa zwei bis drei Tagen abklingen. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie eine Stillberaterin, Hebamme oder Ärztin um Rat fragen.

 

Die Brustentzündung

Eine Brustentzündung erkennt man daran, dass beim Stillen durchgehend Schmerzen auftreten. Oft geht die Mastitis mit Fieber, Kopfschmerzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl einher. Auch Schmerzen und Schüttelfrost können ein Anzeichen für eine Brustentzündung sein.

Ausgelöst wird eine Brustentzündung meist dadurch, dass über eine längere Zeit mehr Milch produziert wird, als vom Baby benötigt wird. Auch mangelnde Brustpflege kann ein Auslöser sein. Vorerst wird eine Brustentzündung genau wie ein Milchstau behandelt - wenn die Symptome allerdings nach ein bis zwei Tagen nicht abklingen oder von vornherein sehr ausgeprägt sind, sollte eine Hebamme oder Frauenärztin aufgesucht werden. Normalerweise wird dann ein Medikament verabreicht, dass die Milchbildung abschwächt und gleichzeitig die Entzündung hemmt.

Die meisten Probleme beim Stillen lassen sich verhindern, indem man auf Brustpflege achtet und regelmässig stillt. Sollte es doch einmal zu Problemen kommen, scheuen Sie sich nicht, eine Hebamme oder Stillberaterin um Rat zu fragen. Viele Probleme, wie wunde Brustwarzen, lassen sich von vornherein verhindern, indem das Baby richtig an der Brust angelegt wird. Andere Probleme hingegen lassen sich mithilfe einer Hebamme oder Stillberaterin deutlich schneller lösen. Ein weiterer Vorteil ist, dass grössere Komplikationen mit einer kompetenten Hilfe leichter erkannt und somit schneller behandelt werden können.

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