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Testberichte

Hilfe beim Kauf von Babywindeln - Testergebnisse

In nur wenigen Wochen verbraucht ein Baby kistenweise Windeln; weil der Nachwuchs ständig mit Pampers und Co. in Berührung kommt, sollte die Wahl des Produkts sehr sorgfältig erfolgen. Wenn Sie bei Ihrer Entscheidung die Ergebnisse diverser Tests berücksichtigen, können Sie bereits eine gute Vorauswahl treffen.

Klassische Stoffwindeln sind längst aus der Mode gekommen. Der Windelwechsel erfolgt heute vorwiegend mit Wegwerf-Windeln, die den Urin gut halten und darüber hinaus sehr praktisch sind. Wer täglich Windeln wechselt, weiss ausserdem: Das gewählte Produkt muss nicht nur optimal vor dem Auslaufen schützen, sondern auch eine ideale Passform aufweisen und praktisch in der Handhabung sein. Nicht zuletzt sollten die Windeln aus schadstofffreiem Material hergestellt sein und möglichst kein allergisches Potenzial enthalten, um die Gesundheit des Babys nicht zu gefährden. Beim Kauf können Sie zwischen zahlreichen unterschiedlichen Produkten wählen, zum Beispiel Modelle von Pampers, Pingo Windeln Huggies, Dry Nites, Pull Ups oder NewBorn. Um die Auswahl zu erleichtern, sollten Sie auf die Ergebnisse diverser Untersuchungsreihen zurückgreifen, die Windeln testen. Egal ob Sie sich auf einen Testbericht von Kassensturz oder Ökotest verlassen oder ob Sie den TCS Testsieger ermitteln - sorgfältiges Vergleichen zwischen den einzelnen Windelmarken lohnt sich auf jeden Fall.

 

Testbericht von Kassensturz - Untersuchungskriterien

Die Analyse von Kassensturz befasste sich nicht nur mit Laboruntersuchungen, sondern schloss auch eine Überprüfung der Windeln im Praxistest mit ein. Bei der Analyse im Labor ermittelten die Prüfer des Testinstituts IPI in Stuttgart, wieviel Urin die einzelnen Produkte aufnehmen konnten und in welcher Geschwindigkeit sich der Aufsaugprozess vollzog. Anschliessend wurde überprüft, ob die Windeln nach der Einnässung wieder ausreichend trocken wurden oder ob noch Flüssigkeitsrückstände zu finden waren.

Im Anschluss erfolgte ein Praxistest der Windeln. Dabei beurteilten ausgewählte Mütter die Handhabung der einzelnen Produkte und überprüften den Sitz der Windel sowie die Haltbarkeit und die Feuchtigkeitsaufnahme. Aus allen genannten Kriterien ermittelten die Prüfer von Kassensturz ein Endergebnis, wobei sie für die Beurteilung klassische Schulnoten von 1 bis 6 vergaben. [1]

 

Siegerprodukte von Kassensturz

Als klarer Sieger gingen bei Kassensturz die Windeln von Pampers (Baby Dry und Active fit) hervor, die sowohl bei den Laboruntersuchungen als auch im Praxistest überzeugten und deshalb die Bestnote "Sehr gut" erhielten. Allerdings handelte es sich gleichzeitig um die teuersten Produkte, die am Test teilnahmen. Wenn Sie eine etwas günstigere Alternative bevorzugen möchten, sollten Sie die Windeln von Aldi (My Love) oder Lidl (Toujours) sowie die Babywindeln von Denner in Betracht ziehen, die teilweise nur die Hälfte kosten und trotzdem das Gesamturteil "Gut" erhielten. Auch die Huggies Super Dry Windeln erzielten ein insgesamt gutes Ergebnis, reichten preislich jedoch fast an die Produkte von Pampers heran.

Wesentlich schlechter schnitten die Windeln von Volg (Windeln Familienpreis) und M-Budget (Babywindeln) ab; weil die Windeln sowohl am Bauch als auch an den Beinen nur ungenügend vor dem Auslaufen des Urins schützten und darüber hinaus schlechte Bewertungen im Praxistest erreichten, erzielten beide Marken lediglich die Note "Genügend". [1]

 

Schadstoffbelastung und Allergiepotenzial: Beurteilung der Windeln bei Ökotest

Während sich die Prüfer von Kassensturz vor allem auf Praxistauglichkeit der Windeln konzentrierte und im Labor die Urinaufnahmefähigkeit überprüfte, blieb eine eventuelle Belastung durch Schadstoffe im Material unberücksichtigt. Ökotest hingegen bezog auch diesen Aspekt in ihre Untersuchungen mit ein. Das Gesamtergebnis fiel hier gut aus, denn in keiner der Windeln fanden die Tester schädliche Inhaltsstoffe, die mit der Haut des Babys in Berührung kommen könnten. Allerdings enthalten fast alle Produkte optische Aufheller, die zu Kontrollzwecken an den Klebestreifen eingesetzt werden; dies ist jedoch in erster Linie ein Umweltproblem, da bei diesen Stoffen kein Hautkontakt besteht. [4]

Bezüglich der Handhabbarkeit und Dichte der Windeln schnitten wieder die Modelle von Pampers besonders gut ab (zum Beispiel die Windel Active Fit). Die Prüfer von Ökotest vergaben hier jedoch nicht die Bestnote; wie der Materialtest ergab, steckten in den Windeln Paraffine und Erdölprodukte. [4] Wie Studien zeigen, bergen solche Stoffe ein gewisses Allergiepotenzial. [3] Insgesamt wurden Pampers deshalb mit der Gesamtnote "Gut" bewertet. [4] Auch die Toujours-Windeln von Lidl erhielten eine schlechtere Bewertung als bei der Untersuchung von Kassensturz und rutschten so von der Note "Gut" auf "Befreidigend". Grund für diese Abstufung war jedoch nicht die Anreicherung der Windeln mit Schadstoffen oder allergischen Materialien, sondern eine schlechte Passgenauigkeit. Wie der Test ergab, erzeugten die Windeln mitunter Druckstellen.

Als Testsieger bei Ökotest gingen Babylove Aktiv-Plus Premium-Windeln von dm hervor, die sowohl bezüglich der Praxistauglichkeit, als auch hinsichtlich der Laboruntersuchung sehr gute Bewertungen erhielten. [2]

Gesamtergebnis und Kauftipps

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass auch günstige Babywindeln eine gute Qualität aufweisen. Wie die Tests von Kassensturz und Ökotest beweisen, können auch bestimmte Marken von Aldi und Lidl punkten - sowohl in Bezug auf Praxistauglichkeit als auch hinsichtlich einer Belastung mit allergieauslösendem Material. Wenn Sie also eine besonders preisgünstige Windel suchen, die trotzdem den gängigen Qualitätsanforderungen genügt, sind Sie mit diesen Marken gut beraten. Auch einige Drogerieprodukte (zum Beispiel Denner Windeln von Denner oder Babylove Aktiv-Plus Premium-Windeln von dm) eignen sich für den täglichen Gebrauch. Wenn Sie besonderen Wert auf optimale Saugeingenschaften der Windeln legen, die darüber hinaus auch herausragende Passgenauigkeit aufweisen und flexibel in der Handhabung sind, sollten Sie die Windeln von Pampers bevorzugen; allerdings sind diese Produkte nicht immer für empfindliche Babys geeignet, da in dem Material allergieauslösende Paraffine enthalten sein können.

 

Eine regelrechte Schadstoffbelastung brauchen Sie hingegen bei keiner der untersuchten Windeln zu befürchten: Weder Ökotest noch Kassensturz konnten solche Stoffe in den Windeln finden.

Die Ergebnisse von solchen Tests können Ihnen wertvolle Hinweise und Entscheidungshilfen beim Windelkauf vermitteln. Sie sollten jedoch bedenken, dass jedes Baby anders ist; probieren Sie deshalb zunächst einige favorisierte Marken aus und achten Sie darauf, wie Ihr Kind auf das Material reagiert. Auch solche eigenen Erfahrungen sind wichtig. Sie werden selbst spüren, wenn Sie schliesslich die richtige Marke ermittelt haben - und belohnt mit einem zufriedenen Baby, das sich in den Windeln rundum wohlfühlt.

 

Quellen:

[1] http://www.srf.ch/konsum/tests/kassensturz-tests/diese-windeln-sind-guenstig-und-gut

[2] http://www.frauenzimmer.de/cms/kinderstube/baby/windeln-im-oeko-test-eine-billigwindel-aus-der-drogerie-macht-das-rennen-36272-b1df-25-1757880.html

[3] Geist: Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf, 64.

[4] http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=99240&bernr=07

andrea F.

Die ersten windeln hatten wir von Pampers. Später haben wir auf Dennerwindeln umgestellt. Ich finde sie fast genau so gut wie Pampers, nur maßiv preiswerter. Sie sitzt nicht ganz so toll wie Pampers, aber saugt auch sehr gut.

Sandra Meier

Die Pampers Windeln sind zwar nicht günstig, aber einfach die Besten. Da sind wir bis jetzt immer gut gefahren

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