Babypedia Ihr Ratgeber bei Babyfragen
zurück
Tipps und Tricks

Von Kopf bis Fuss gut gekleidet: Grössenkunde für kleine Menschen

Kunterbunt geht es während der Kindheit im Kleiderschrank zu und manchmal scheint es, als würde dort ständig eine neue Kollektion hängen. Weil die Kleinen so schnell gross werden, finden Sie hier alles rund um die Wahl der passenden Konfektionsgrössen

Kleiner Grössen-Exkurs für Kinderkleider

Für Baby- und Kinderkleider richten sich die Konfektionsgrössen nach der tatsächlichen Körperlänge. Neugeborene sind im Durchschnitt 50 cm lang, weshalb die 50 die gängige kleinste Grösse ist. Ausnahmen sind zu früh geborene Kinder, für die es noch kleinere Nummern bis 42 gibt. Diese werden aber nicht von jeder Bekleidungsfirma angeboten. Beim französischen Traditionsunternehmen petit bateau reicht die Grössenauswahl von 46 bis 98. Die ebenfalls traditionsreiche deutsche Marke Steiff hat Baby-Kleidergrössen ab der 50 im Angebot und Kinderkleider bis zur 128. Die innovative Firma bellybutton bietet ihr Sortiment ab der Grösse 56 und ebenfalls bis zur Nummer 128 an. Baby-Kleidergrössen wachsen in der Regel um jeweils 6 cm, bis sie im Kleinkindalter bei 98 angekommen sind. Danach setzt sich die Zahlenreihe für Kinderkleider bis zur 188 fort, die streng genommen schon keine Kindergrösse mehr ist. Wenn das Ende der Kindheit mit 14 Jahren angenommen wird, sind die 164 und bei grossen Kindern die 176 die letzten Konfektionsgrössen. Ab Grösse 128 setzen die internationalen englischen Bezeichnungen Small (S) für klein, Medium (M) für mittel und Large (L) für gross ein, die für die Bekleidung Erwachsener verwendet werden. Steht ein "X" davor, bedeutet das "extra", also extra klein ("XS") oder extra gross ("XL"). Die Nummer 128 entspricht einer extra extrakleinen Grösse ("XXS"), die 140 einem extra klein ("XS"). S, M und L entsprechen den Nummern 152, 164 und 176. Das extra gross ("XL") wird der 188 zugeordnet.

 

So werden Schuhgrössen festgelegt

Für Schuhgrössen gilt ebenfalls das Prinzip Länge gleich Grösse, mit dem Unterschied, dass hier 1,5 cm hinzuaddiert werden. Beim Laufen rollen wir unsere Füsse in ihrer vollen Länge von hinten nach vorn ab. In einem Schuh braucht es dabei im Zehenbreich einen zusätzlichen Freiraum, da sich die Zehen bei jedem Schritt etwas spreizen und der Fuss beim Aufsetzen vor und zurück rutscht. Für die europäische Norm wird dieser Wert nochmals multipliziert, sodass bei einem 10 cm langen Babyfuss die Rechnung (10 cm + 1,5 cm) x 1,5 cm entsteht. Hieraus ergibt sich 17, was eine der kleinsten Schuhgrössen ist. 10 cm sind die durchschnittliche Fusslänge, mit der Babys auf die Welt kommen, d. h. sie können auch deutlich (bis zu 5 cm) kürzer sein. Nach unten existieren deshalb noch die Nummern 16, 15 und 14. Ob diese Grössen tatsächlich angeboten werden, hängt, wie bei den Konfektionsgrössen für Frühgeborene, vom Hersteller ab. Die Schuhmarke GEOX beginnt bei der 17. Playshoes hingegen hat auch die Grösse 16 mit im Sortiment. Nach oben setzt sich die Zahlenreihe weiter in Einer-Schritten fort, bis bei den Grössen in den mittleren Dreissigern das Ende der Kindheit erreicht ist. Am Anfang bestimmt schnelles Wachstum eine bis zu dreimalige Änderung der Schuhgrössen im Jahr.

Die richtigen Konfektionsgrössen für Babykleider und Kinderkleider ermitteln

Zwei Aspekte müssen beim Einkauf von Baby- und Kinderbekleidung beachtet werden: schnelles Wachstum und die Jahreszeit. Neugeborene wachsen besonders zügig. Nach dem ersten halben Jahr haben sie ihr Geburtsgewicht bereits verdoppelt. Für die Erstausstattung muss also das vorherrschende Klima während dieser kurzen Zeit bedacht werden. Die Anfangsgrössen wird Ihr Baby nur über wenige Wochen während einer Jahreszeit tragen können. Mittels Ultraschalltechnik ist es heute möglich, eine Prognose zur Geburtslänge abzugeben. Das bietet Ihnen einen ungefähren Anhaltspunkt zu den ersten Konfektionsgrössen Ihres Kindes. Für ein zu erwartendes gesundes Baby sind ein bis zwei Garnituren in Grösse 50 und mehrere Teile der Grösse 56 die richtige Wahl. Da die Grössenzahl eine bis-Angabe ist, gilt die 56 z. B. für eine Körperlänge zwischen 51 und 56 cm. Sie machen also nichts falsch, wenn Sie sich gleich für die 56 entscheiden und dazu bereits ein paar Kleidungsstücke in den nächsthöheren Grössen vorrätig haben. Da sich Babys und Kleinkinder nicht geduldig Sachen anprobieren lassen, können Sie es am Anfang zu einem wöchentlichen - und später zu einem monatlichen - Ritual machen, ihr Kind zu messen, um rechtzeitig die nächste Kleidergrösse einzukaufen.

 

Alternative Grössenangaben verstehen

Einige Hersteller, wie z. B. petit bateau, geben ihre Konfektionsgrössen in Lebensmonaten an, während derer die Babykleider durchschnittlich passen. Wenn Sie nicht sicher sind, erhalten Sie in der Grössentabelle die Übersetzung zu den tatsächlichen Zahlen. Auch andere Markenanbieter wie Steiff und bellybutton halten solche Tabellen bereit, die es Ihnen erleichtern, die passende Grösse für Ihr älteres Kind zu wählen, nachdem sie bei ihm Mass genommen haben. Einige Kleidungsstücke können sogar etwas mitwachsen, wenn sie über die entscheidenden Details verfügen. Bei Hosen sind das hohe Bündchen an Taille und Beinen, z. B. aus weichem Jersey, die sich zunächst einmal umschlagen lassen und später ganz ausgeklappt werden. Auch lange Ärmel an Bodies und T-Shirts können für eine Weile durch Umkrempeln gekürzt werden. Schnelles Wachstum zeichnet sich bei Babys dadurch aus, dass sie im Wechsel erst in die Breite und dann in die Länge wachsen. Elastische Materialien, die um ein paar Zentimeter variabel sind, können so problemlos mitwachsen. Das gilt auch für Mützen, die besonders für Neugeborene wichtige Wärme am Kopf spenden. Der durchschnittliche Kopfumfang entspricht bei der Geburt etwa 35 cm. Diese Zahl verändert sich in den Wochen aber so rasant, dass es sinnvoll ist, beim Mützenkauf auf mitwachsende, elastische Materialien zu achten.

Passende Konfektionsgrössen für ältere Kinder

Da sich der Körperbau bei älteren Kindern zunehmend individualisiert, sollten Sie ab etwa drei Jahren damit beginnen, neben der Körperlänge auch den Umfang von Brust und Taille und die Innenlänge der Gliedmassen zu messen. Auf diese Weise können Sie Kinderkleider auch bequem online bestellen, denn hier gibt es sie häufig auch zum günstigen Lagerverkaufspreis. Fachhändler stellen Ihnen in Übersichten die passenden Grössen zu Ihren genommenen Massen zur Verfügung.

 

Gut sitzende Schuhe für Baby und Kind

Auch bei Schuhen finden Sie online Schnäppchen, wenn Sie direkt beim Hersteller einkaufen. Weil Sie die Schuhe vorher nicht anprobieren können und Kinder keine Aussagen darüber machen können, ob ein Schuh ihnen gut passt, müssen Sie auch hier gut messen. Wichtig ist die Fusslänge, auf die Sie für Kinderschuhe 12 mm draufrechnen, damit der Fuss ausreichend Platz zum Wachsen hat. Kinderfüsse sind noch sehr leicht verformbar und dürfen deswegen auf keinen Fall in zu engen oder zu kleinen Schuhen stecken. Die Druckstellen, die dadurch entstehen, können zu ernsthaften bleibenden Schäden, wie z. B. Fehlstellungen führen. Am besten eignen sich Schuhe, die den Kinderfuss weich umschliessen und ihm trotzdem Halt geben.

Kleine Schuhe für Strampler und Krabbelkinder

Babys benötigen vor allem wärmende Schühchen. Weil es noch nicht aufs Laufen ankommt, können Sie hier gern dekorative Exemplare wählen, z. B. in Turnschuhoptik, wie sie Playshoes anbietet. Auch die weichen Babyschuhe aus Fleece mit klappernden Tierköpfen regen Babys an, beim Strampeln ihre Füsse genauer zu erkunden. Ab dem Krabbelalter brauchen Kinder Schuhe, deren Sohlen etwas fester sind, damit erste Steh- und Gehversuche glücken können. Für das Laufenlernen empfehlen Experten, Kinder viel barfuss zu lassen, weil es den natürlichen Bewegungsablauf unterstützt. Da das nicht zu jeder Jahreszeit möglich ist, gibt es spezielles Schuhwerk, dass dem Barfusslaufen sehr nah kommt. Aquasocken sind eine Kombination aus leicht anzuziehenden Strümpfen mit einer weichen thermoplastischen Gummisohle, die den Fuss vor Kälte und Nässe schützen und gleichzeitig viel Bewegungsfreiheit lassen. Auch die sogenannten Hüttenschuhe bestehen aus dickeren Socken mit einer nachgebenden rutschfesten Ledersohle.

 

Die ersten Schritte

Sobald Ihre Kinder draussen herumlaufen können, brauchen sie festes Schuhwerk. Kinderfüsse schwitzen schnell, deshalb sollten die Schuhe aus atmungsaktivem Material bestehen. Die Firma GEOX hat hierfür eine patentierte Lösung gefunden: In die Sohle sind feine Poren eingearbeitet, die gross genug sind, die Feuchtigkeit aus dem Inneren des Schuhs abzugeben, Nässe von aussen aber nicht hineinlassen. Für Kinderschuhe ist das ein grossartiges Prinzip, weil selbst Gummistiefel, in denen die Füsse dazu neigen zu überhitzen, ein gutes Schuhklima aufrecht erhalten.

 

Kinderfüsse richtig ausmessen

Damit Sie die passende Grösse bestellen, gibt es verschiedene Varianten, derer Sie sich behelfen können. Sie können Ihr Kind auf ein weisses Blatt Papier stellen und einen Umriss der Fussform nehmen, den Sie ausschneiden und auf ein festes Stück Pappe kleben. So erhalten Sie eine Schablone, die Sie in den Schuh schieben können, um zu prüfen, ob der Fuss ohne anzustossen hineinpassen würde. Sie können aber auch die Sohle des Schuhs herausnehmen und die Länge genau ausmessen, um zu sehen, ob der Fuss Ihres Kindes nirgendwo übersteht. GEOX Schuhe werden in der Regel mit einer hochwertigen Ledersohle ausgeliefert. Wichtig ist, dass Sie die Kinderfüsse regelmässig, spätestens alle 12 Wochen nachmessen. Wie bereits weiter oben erwähnt, spüren Kinder oft noch nicht von allein, wenn ihre Schuhe zu klein sind. Insbesondere Gummistiefel können durch ihren hohen Schaft unangenehm reiben, wenn sie zu eng werden.

Andrea

Ich liebe Petit Beteau; Es gibt keine bessere Qualität und gleichzeitig so schnüssige Strampler

^