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Tipps und Tricks

Checkliste: Das gehört in den Klinikkoffer

Er gehört zu einem der Mythen, die sich um die Geburt ranken und geniesst beim Start ins Spital oft mehr Aufmerksamkeit als die Schwangere selbst. Worauf es beim Packen des sogenannten Klinikkoffers wirklich ankommt, verraten wir Ihnen hier.

Das Wichtigste zuerst

Ob Sie bei der Ankunft im Spital ein "korrekt" befülltes Gepäckstück mit sich führen oder nicht, ist zunächst völlig unerheblich. Wesentlich wichtiger ist, dass Sie so entspannt wie möglich und so pünktlich wie nötig am Ort des Geschehens eintreffen. Was für die Geburt unerlässlich ist, hält das Personal im Kreisssaal bereit; alles andere können Sie sich jederzeit nachreichen lassen.

Fokussieren Sie beim Packen des Klinikkoffers zuerst auf die Dokumente, die Sie für die Ankunft des neuen Erdenbürgers am dringendsten benötigen:

- Personalausweis,

- Mutterpass,

- Mitgliedskarte der Krankenversicherung,

- Einweisungsschein des vorab behandelnden/betreuenden Gynäkologen,

- Heiratsurkunde/Familienstammbuch (bei Verheirateten),

- Geburtsurkunde (bei Ledigen),

- Vaterschaftsanerkennung (bei Ledigen/Geschiedenen).

Haben Sie sich für eine Entnahme und Bevorratung von Nabelschnurblut entschieden, müssen Sie dem Spital ausserdem das hierfür vorgesehene Blutentnahmeset und die vollständig ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung aushändigen.

 

In der Warteschleife

Die Geburt eines Kindes ist ein Prozess, der sich über mehrere Stunden hinziehen kann. Wie gut, wenn Sie diese Zeit mit Zeitschriften, Büchern, Spielen oder einem kleinen Imbiss in Form von leichten Snacks und Getränken überbrücken können. Durch persönliche Lieblingsdüfte, entspannende Musik und beruhigendes Licht können Sie die Entbindung aktiv mitgestalten. Fragen Sie vorab im Spital nach, ob die Anwendung dieser Hilfsmittel während der Geburt möglich und erwünscht ist.

Darüber hinaus benötigen Sie für den Aufenthalt im Kreisssaal bequeme Kleidung, gegebenenfalls Frisierutensilien und wärmende Socken. Sie müssen nicht zwingend ein Nachthemd tragen, wenn Sie das nicht möchten, sollten aber darauf achten, dass die stattdessen gewählten Sachen keine störenden Nähte, Verzierungen oder Verschlüsse aufweisen, leicht abzustreifen sind und sich gut reinigen lassen. Längeres Haar sollten Sie entweder schon vorher in eine unkomplizierte Frisur gefasst haben oder spätestens jetzt zusammenbinden.

 

Herzlich willkommen

Sicherlich soll die Ankunft Ihres Sprösslings im Bild festgehalten werden. Dann spricht kaum etwas dagegen, dass Sie sich für dieses Zeitdokument auf Wunsch etwas Kosmetik reichen lassen - Sie würden staunen, wenn Sie wüssten, wie viele Frauen das in diesem entscheidenden Augenblick tun.

 

Die Ruhe nach dem Sturm

Die Zeit im Wochenbett dient sowohl der körperlichen Erholung als auch dem gegenseitigen Kennenlernen. Damit Sie hierbei für alle Eventualitäten gewappnet sind und Ihr Lager auch einmal verlassen können, benötigen Sie

- bequeme (Schlaf-)Kleidung,

- wärmende Socken,

- Negligé, Bademantel oder Strickjacke,

- Haus- oder sonstige Schuhe,

- persönliche Wasch-, Pflege- und Kosmetikprodukte. 

Beachten Sie, dass Ihre diesbezügliche Auswahl nicht nur praktischen, sondern durchaus auch optischen Aspekten gerecht wird - schliesslich empfangen Sie und Ihr Kind im Wochenbett den einen oder anderen Besuch.

Die sogenannte "Wöchnerinnen-Hygiene", wie besonders saugfähige Vorlagen und Einmalslips, bekommen Sie in der Regel vom betreuenden Spital gestellt. Gleiches gilt für Stillutensilien wie Einlagen, Kissen und Tücher. Haben Sie sich für die gesündeste und natürlichste Form der Säuglingsernährung entschieden, gehören in Ihren Klinikkoffer üblicherweise im Brustbereich zu öffnende Oberteile und ein bis zwei Still-BHs. Diese kaufen Sie entsprechend Ihres normalen Unterbrustumfangs zwei Körbchengrössen höher.

 

Das Baby kommt heim

Auch die Versorgung des Säuglings obliegt während des gesamten Klinikaufenthaltes dem Spital, sodass Sie weder Babykleidung noch Pampers in den Klinikkoffer packen müssen. Lediglich für den Heimweg benötigen Sie der Jahreszeit angepasst:

- einen Body,

- ein Hemdchen oder einen Pullover,

- einen Strampler oder eine Hose,

- ein Paar Socken,

- eine Mütze.

Die optimale Grösse dieser Sachen ermitteln Sie aus der Körperlänge des Kindes, die Sie kurz vor dem errechneten Entbindungstermin von Ihrem Frauenarzt mitgeteilt bekommen haben oder unmittelbar nach der Geburt erfahren. Demnach tragen die meisten Babys Konfektionsgrösse 52 bis 56. Während bei warmem Wetter ein zusätzliches Jäckchen und eine Decke genügen, brauchen Sie im Winterhalbjahr noch einen wärmenden Schneeanzug oder Pucksack und ein Paar Handschuhe. Möchten Sie das Kleine vom Spital aus mit dem Auto nach Hause fahren, ist ausserdem ein altersgerechter Autositz (Babyschale) notwendig. Bei einen Fussmarsch oder während der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln benutzen Sie einen Kinderwagen oder ein Tragetuch. Und natürlich benötigen auch Sie selbst Kleidung für den Heimweg, die Sie relativ passgenau aus der Garderobe des 7. Schwangerschaftsmonats auswählen können. Nicht jedes aufgeführte Utensil muss bereits bei der Geburt oder im Wochenbett zur Verfügung stehen. Manche der genannten Gegenstände sind während des Aufenthaltes im Spital sogar vollkommen nutzlos, weil Sie sie frühestens am Tag der Entlassung benötigen. Es reicht daher vollkommen aus, wenn Sie sich diese Dinge zu einem späteren Zeitpunkt mitbringen lassen und lieber mit "leichtem Gepäck" zur Entbindung reisen.

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