Babypedia Ihr Ratgeber bei Babyfragen
zurück
Tipps und Tricks

Krippe: Ja oder Nein?

Die Kinderkrippe - mehr als nur ein Ort der Betreuung Tagesstätten und Krippen gewinnen auch in der Schweiz zunehmend an Bedeutung, denn immer mehr junge Frauen müssen oder wollen frühzeitig nach Mutterschutz oder Elternzeit in den Beruf zurückkehren. Die Entscheidung für oder gegen eine Krippe fällt Eltern jedoch oft schwer.

Kinderkrippe - Ja oder Nein?

Bei dem Gedanken an eine Kinderkrippe plagt viele Eltern ein schlechtes Gewissen. Sie fragen sich, ob eine zu frühe Fremdbetreuung im Kinderhort Entwicklungsschäden beim Kind nach sich zieht oder ob dies als ein Zeichen von mangelnder Zuneigung verstanden werden kann. Pädagogen und Ärzte geben hier allerdings eindeutig Entwarnung. In den Anfangsmonaten braucht ein Baby viel Zuneigung und körperliche Nähe, und zwar in einer Intensität, wie sie nur von einer Mutter oder einem Vater gegeben werden. Ab dem Alter von einem Jahr lässt dieses Bedürfnis aber schon langsam nach. Kleinkinder lernen, sich selbst zu beschäftigen, und erkunden zunehmend eigenständig ihr Umfeld. Ausserdem reagieren sie auf andere Kinder, und dies ist extrem wichtig für die soziale Entwicklung des Kindes. Kleine Kinder machen fast nichts lieber, als den gesamten Tag mit anderen Kindern zu spielen und in Interaktion zu treten. Dies, was hier im gemeinsamen Umgang geschieht, können keine Mutter und kein Vater leisten. Verschiedene Studien haben ergeben, dass Kinder, die in eine Krippe gehen, deutlich schneller Empathie empfinden können und auch sprachlich viel weiter sind, als Gleichaltrige, die erst im Kindergarten oder in der Schule regelmässig mit anderen Kindern in Kontakt treten. Auch was das Spektrum an erwachsenen Bezugspersonen angeht, so können kleine Kinder nicht genug Bezugspersonen bekommen. So ist es nie verkehrt, wenn ein Kind neben den Eltern auch frühzeitig von einem ausgebildeten Erzieher Werte und andere lebenswichtige Dinge vermittelt bekommt.

 

Platz rechtzeitig suchen: Gute Kinderbetreuung ist häufig schwer zu finden

In jedem Fall empfiehlt sich bei der Suche nach einem Krippen- wie nach einem Kindergartenplatz, rechtzeitig damit zu starten. In einigen Städten und Regionen, wo Krippenplätze knapp bemessen sind, sollte dies gleich nach der Geburt sein. In den meisten Fällen werden Krippenplätze parallel mit dem Beginn eines neuen Schuljahres vergeben - auch dieser Umstand sollte in den eigenen Planungen berücksichtigt werden. Zudem sollten Sie sich mehr als nur eine Krippe anschauen, um Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Eine gute Krippe befindet sich nicht nur in einem modernen und freundlichen Gebäude, sondern kann auch mit einer grossen Ausstattung, einem ausgewogenen Ernährungskonzept und kleinen Gruppen punkten. Im Idealfall sollte sich eine Betreuerin um nicht mehr als vier Kinder kümmern, aber auch Gruppen von sechs, sieben oder acht Kindern gelten noch als in Ordnung. In jedem Fall sollte sichergestellt werden, dass sich immer dieselben Bezugspersonen um Ihr Kind kümmern. Junge Eltern, die sich um einen Kinderkrippenplatz bemühen müssen, sollten sich daher in einem ersten Schritt darüber informieren, welche Krippen es in ihrer näheren Umgebung gibt und wann dort der nächste Tag der offenen Tür angeboten wird.

 

Eine gute Webseite ist da sicherlich: www.kitaclub.ch

 

Wenn die Krippe in der Schweiz nur nicht so teuer wäre...

^